Regionale skandinavische Sagengestalten, von Hamlet bis Jördis


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H

Hamlet
In der dän. Sage Prinz in Dänemark.
Gatte der Hermutrude.
Er soll nach einigen auf Seeland gelebt haben, wo man selbst noch den Bach zeigt, in den sich Ophelia gestürzt hat, nach anderen in Jütland. Auch die Namen der in dieser Sage auftretenden Personen lauten sehr verschieden. Der Gang der Ereignisse ist ziemlich derselbe wie bei Shakespeare, doch der Schluß ein anderer. Der Sage nach vermählte sich Hamlet mit der schott. Prinzessin Hermutrude, unterliegt aber als jütländ. Unterkönig dem Dänenkönig Viglet auf einer Heide in Jütland (später Hamletsheide genannt), worauf Hermutrude ihr Versprechen, mit Hamlet jedes Schicksal, selbst den Tod zu teilen, bricht und sich mit Viglet vermählt.
Helga
In der isländ. Volkssage die junge und hübsche Tochter eines begüterten Bauern und seiner Frau im Osten Islands.
Sie verliebte sich in Jón, den Knecht auf dem Hof.
Hermutrude
In der dänischen Sage Gattin des Hamlet und des Viglet.
Hämmerlinge
In der europ. Sagenwelt Naturgeister in Bergwerken.
Húsavíkur-Lalli
In der isländ. Volkssage eines der beiden Gespenster, die sich mit dem Zauberbullen zusammengetan hatten (siehe Eyjafjardar-Skotti). Sie saßen auf dem Fell des Bullen, das dieser hinter sich herzog.

 

J

Jón
In der isländ. Volkssage ein Knecht auf dem Hof eines begüterten Bauern im Osten Islands.
Er verliebte sich in Helga.
Eines Tages begegnete er auf dem Berg Kiduvallafjall einem Vogelfreien, der im Sterben lag. Er leistete diesem in seinen letzten Stunden Gesellschaft und erhielt zum Dank dafür dessen gesamten Besitz. Nun konnte er mit Helga fliehen, denn er war reich. Als Helgas Eltern verstarben kehrten sie auf den Hof zurück.
Jón
In der isländ. Volkssage ein junger Mann, der auf dem Gehöft Torfastadakot in der Region Biskupstungur wohnte.
Ihm wurde kurz vor der Hochzeit seine Braut gestohlen und niemand konnte sie wieder finden. Einige Zeit später wurden ihm auch alle erwachsenen Schafe gestohlen. Er zog mit einem Gefährten los, um diese zu suchen. Sie verirrten sich im Nebel auf einem Gletscher und kamen letztendlich an ein bewohntes Haus. Sie baten die Nacht dort verbringen zu dürfen, was ihnen gewährt wurde. Es stellte sich heraus, dass die hier wohnende Frau Jóns verschwundene Braut war. Sie war vom hiesigen Bauern entführt worden. Dieser hatte sie geheiratet und wollte Jón zur Entschädigung seine Tochter zur Frau geben. Der Bauer war es auch, der Jóns Schafe entführt hatte, um Jón anzulocken.
Jón heiratete daraufhin die Tochter des Bauern und bekam alle seine Schafe zurück.
Jón
In der isländ. Volkssage Vater des Porgeir und des Stefán.
Jón Árnason
In der isländ. Volkssage ein junger unverheirateter Mann, der bei seinen Eltern in Bárdardalur wohnte. Er war aufgeweckt und zuverlässig.
Er begegnete im Traum einer blaugekleideten hochgewachsenen Elfin, die ihn lockte ihr zufolgen, was er auch tat. Da es ihm jedoch zu unheimlich war kehrte er bald wieder um. Daraufhin erschien ihm die Elfin sehr verärgert einige Nächte später. Sie verfluchte ihn, da er ihr nicht gefolgt war, um ihrer Tochter bei der Geburt zu helfen. Diese war daraufhin gestorben. Jón Árnason bekam eine schwere Halsentzündung, an der er beinahe gestorben wäre, hätte ihn nicht die Schwester der Elfin von dem Fluch befreit.
Jördis
Altisländ. Sagengestalt.

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