Götter und Sagengestalten des biblischen Palestina, Buchstabe H


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Habakuk
"Umarmung". Nach der Bibel ein Prophet in Juda.
Hadassa
Jüdischer Name der Esther (siehe dort).
Hagar
Nach der Bibel eine Magd der Sara, Kebse Abrahams. Mutter des Ismael. Abraham verstößt sie auf Antrieb seines Weibes Sara nach der jahwistischen Erzählung vor Ismaels und Isaaks Geburt, nach der elohistischen nach beider Geburt, bei Isaaks Entwöhnung.
Diese Sagen spiegeln die Beziehungen der Nomaden der zwischen Palästina und Ägypten liegenden Wüste zum Heiligtum Hebron wieder.
Im Neuen Testament deutet Paulus den Namen der Hagar allegorisch aus und versteht darunter den "Stein" (Berg) der mosaischen Gesetzgebung.
Viele Fabeln über Hagar finden sich bei den Mohammedanern, die sie als Stammmutter der ismaelitischen Araber verehren und nach ihrem angeblichen Grabe zu Mekka wallfahren.
Haggai
"Der Festliche". Nach der Bibel ein nachexilischer Prophet. Er gab den Antrieb zum Wiederaufbau des Tempels, von dessen Vollendung er den Eintritt der messianischen Zeit abhängig dachte.
Ham
Nach der Bibel der zweite Sohn des Noah. Von ihm und seinen zwei Brüdern gingen nach der Sintflut alle der Völker der Erde aus. Ham ist der mythische Repräsentant der Völker des Südens, der Ägypter, Äthiopier, Nordafrikaner und auch der Kanaaniter und Phönizier.
Haman
Nach der Bibel ehrgeiziger oberster Geistlicher (erster Minister) des persischen Königs Xerxes I. und Gegner der Juden. Aus persönlichem Hass gegen den Juden Mardochai erwirkt er vom König den Befehl zur Vernichtung aller Juden. Schließlich wird er selbst an den für Mardochai bestimmten Galgen gehängt.
Hanani
Nach der Bibel Prophet in Juda.
Hananias
Nach der Bibel der obertste Priester in Jerusalem.
Hananias
Nach der Bibel ein Christ aus Damaskus.
Hananias
Nach der Bibel ein Mitglied der Gemeinde in Jerusalem. Versuchte zusammen mit seiner Gattin Saphira, die Gemeinde zu betrügen.
Hananja
Nach der Bibel ein Prophet aus Gibeon. Gegner des Jeremias.
Hanna
Nach der Bibel eine Prophetin, die sich über die Geburt des Jesu freut.
Hanna
Nach der Bibel Gattin des Elkana und Mutter des Samuel.
Hannas
Nach der Bibel Schwiegervater des Kaiphas.
Haran
In der Bibel Sohn des Tharah und Vater des Lot.
Harun
siehe Aaron
Hasael
In der Bibel König von Syrien-Damaskus. Nachfolger des Benhadad II., den er ermordete.
Hasan
Im islamischen Glauben Sohn des Ali und Enkel des Propheten Mohammed.
Er folgte 661 seinem Vater im Chalifat, entsagte aber nach sechsmonatiger Scheinregierung allen Rechten zu Gunsten seines Rivalen Moâwija und starb zu Medina, wahrscheinlich in Folge von Vergiftung, 699 im Alter von 46 Jahren.
Hasmonäer
Bei den Juden die Glieder einer zur Priesterklasse Jojarib gehörenden Familie, die sonst gewöhnlich nach Judas Makkabi Makkabäer genannt wird und infolge des von Mattathias entfachten Freiheitskampfes an die Spitze des jüdischen Volkes trat und vorübergehend die Königswürde bekleidete. Der Name Hasmonäer stammt von des Mattathias angeblichem Urgroßvater Hasmonäus (Asamonäus). Mattathias jüngster Sohn Jonathan Apphus war der erste aus dem gemeinpriesterlichen Geschlecht der Hasmonäer, der die hohenpriesterliche Würde erwarb (152 v. Chr.).
Hasmonäus
In der Bibel angeblicher Urgroßvater des Mattathias.
Hebel
Hebräischer Name des Abel.
Hebräer
hebr. "Jenseitige". Ein im Alten Testament im doppeltem Sinne vorkommender Name. In der Patriarchensage dient er der Bezeichnung einer Gruppe von Völkern, die auf einen Stammvater Eber zurückgeführt werden. Es ist eine künstliche Zurückführung; die genealogische Figur des Eber ist aus dem Volk der Hebräer zu Zwecken der genealogischen Geschichtsdarstellung gebildet worden.
In den historischen Büchern des Alten Testaments ist Hebräer ein Name für Israel, den sich Israeliten Fremden gegenüber beilegen und womit sie von Fremden benannt werden.
Heiland
Der Erretter oder Erlöser. In der kirchlichen Sprache stehendes Prädikat Christi. Selten findet sich dasselbe im Neuen Testament von Gott selbst gebraucht.
Henoch
hebr. "der Eingeweihte". Nach der Bibel Sohn des Kain und Vater des Irad.
Henoch
hebr. "der Eingeweihte". Nach der Bibel Sohn des Jared und Vater des Methusalem.
Henoch
hebr. "der Eingeweihte". Nach der Bibel der siebente in der Geschlechtesreihe der zehn Urväter, der 365 Jahre alt und, nachdem er des unmittelbaren Verkehrs mit Gott gewürdigt worden war, ohne zu sterben in den Himmel entrückt wurde. Ein solcher Gottesmann mußte als besonders fähig erscheinen, der Welt Offenbarungen, über die göttlichen Geheimnisse zu übermitteln. Das Buch (ein apokalyptisches Buch) erzählt eine Reihe von Offenbarungen, die Henoch bei seinen Wanderungen durch Himmel und Erde und in seinem Verkehr mit den Engeln erhalten hat und die den ganzen Verlauf der Weltgeschichte bis zur Vollendung aller Dinge und zur endlichen Erfüllung der dem Volke Gottes gegebenen Weissagungen verkündigen.
Herodes
In der Bibel Halbbruder des Herodes Antipas. Gatte der Herodias.
Herodes Agrippa I.
In der Bibel Enkel des Herodes des Großen, Sohn eines der hingerichteten Söhne des Herodes des Großen und Bruder der Herodias.
In Rom am Kaiserhof erzogen, führte er ein verschwenderisches Leben. Von Tiberius erst zum Prinzenerzieher ernannt, dann ins Gefängnis geworfen, wurde er durch Caligula befreit und mit dem Königstitel und den Gebieten des Philippus und des Lysanias beschenkt, bis er zuletzt unter Claudius noch einmal das gesamte jüdische Land unter seiner Herrschaft vereinigte. Er starb 44 n. Chr.. Nach seinem Tod wurde ganz Palästina zum römischen Gebiet geschlagen.
Nach der Apostelgeschichte ließ er den Apostel Jakobus hinrichten und Petrus ins Gefängnis werfen.
Herodes Agrippa II.
In der Bibel Sohn des Herodes Agrippa I..
Er erhielt 53 n. Chr. die Tetrarchie des Philippus und war der letzte herodäische König. Er unterstützte die Römer bei der Eroberung Jerusalems, wurde mit der römischen Prätorwürde bekleidet und starb 100 n. Chr.. Sein Land wurde zu Syrien geschlagen.
Herodes Antipas
In der Bibel Tetrarch von Galiläa und Peräa. Sohn des Herodes des Großen.
Er entführte Herodias und ließ Johannes den Täufer hinrichten. Die evangelische Überlieferung lässt ihn auch Jesu nachstellen. Das Lukasevangelium berichtet außerdem von einemm förmlichen Verhör, das Herodes auf des Pilatus Veranlassung mit Jesu veranstaltet haben soll, wobei Herodes jedoch Jesus unschuldig befand.
Herodes der Große
In der Bibel König der Juden, der erste Fürst aus der nach ihm als Herodäer bezeichneten Herrscherfamilie. Sohn des Antipater, Gatte der Mariamme, Vater des Antipater, Archelaus, Herodes Antipas, Philippus u.a. und Großvater des Herodes Agrippa.
Als Statthalter von Galiläa (um 47 v. Chr. wurde er eingesetzt) erwarb er sich durch Ausrottung des Räuberwesens große Verdienste und erlangte von der Gunst der Römer noch die Verwaltung von Samaria und Cölesyrien. Siegreich gegen Antigonus, verlobte er sich mit der Enkelin des Hyrkanus II., der Makkabäerin Mariamme, Antonius aber ernannte ihn zum Tetrarchen. Zwar mußte er vor den erneuten Angriffen des Antigonus weichen, doch von den Triumviren Antonius und Octavianus zum König von Judäa ernannt, eroberte er nach dreijährigem Kampf mit Hilfe der Römer sein Reich, zuletzt Jerusalem, und führte Mariamme heim. Die Herrschaft des Herodes erneuerte an äußerem Glanz die glorreichen Zeiten des Davidischen Königtums und vereinigte unter seiner Herrschaft noch einmal das ganze jüdische Land. Von Argwohn und Mißtrauen gepeinigt, ermordete er seine eigene Gemahlin, seinen Schwager Aristobul III. und dessen Mutter Alexandra, den alten Fürsten Hyrkanus und drei seiner eigenen Söhne. Von den Juden als fremder Eindringling gehasst, erhielt er sich seinen Thron durch kriechende Unterwürfigkeit gegen die in den römischen Bürgerkriegen jedesmal siegende Partei. Das denkwürdigste Ereignis unter seiner Regierung war die Geburt Christi. In der letzten Zeit seines Lebens verschwor sich gegen ihn sein Sohn Antipater, den er fünf Tage vor seinem eigenen Tod (4 v. Chr.) erdrosseln ließ.
Herodias
In der Bibel Tochter eines der hingerichteten Söhne des Herodes des Großen, Schwester des Herodes Agrippa I., Gattin des Herodes, des Halbbruders des Herodes Antipas..
Wurde von Herodes Antipas, ihrem Onkel, entführt.
Hesekiel
= Ezechiel
Hiob
Nach der Bibel (Altes Testament) Held des Buches Hiob. Er gehört der grauen Vorzeit an und ist einer der drei Gerechten.
Das Buch Hiob erörtert die Frage, ob die Erfüllung des Gesetzes durch irdische Glücksgüter belohnt, die Übertretung aber durch irdische Strafen und Verluste gesühnt werde, und bekämpft die hieraus gezogene Folgerung, dass man aus dem Unglück eines Mannes auf seine Sündhaftigkeit schließen müsse; es führt den Gedanken durch, dass Gott auch über den Frommen Leiden verhängt, dass dieser darum aber weder mit Gott hadern, noch an seiner Weisheit und Gerechtigkeit zweifeln dürfe, auch wenn er seine geheimnisvollen Wege nicht durch schaut. Zur Veranschaulichung dieser Idee wird im Prolog (Kap. 1 u. 2) erzählt, wie Gott durch den Satan den frommen und rechtschaffenden Hiob mit immer härteren Prüfungen heimsucht, zuletzt, nach Verlust seiner Kinder und aller Habe, mit dem Aussatz. Als Hiob, der bis dahin standhaft ausharrte, endlich (Kap. 3) in wilde Klagen ausbricht, suchen ihn seine Freunde Eliphas, Zophar und Bildad als Verteidiger des alten Vergeltungsglaubens zu überführen, dass er nur die gerechte Strafe für frühere grobe Sünden erleide. Ihnen gegenüber behauptete Hiob seine Unschuld. Er fordert in einer Schlußrede (Kap. 29-31) Gott selbst heraus, ihn zu widerlegen. Sein vierter Freund Elihu führt aus, dass es keinen Reinen und daher auch keinen unschuldig Leidenden gebe.
Ursprünglich folgte auf Hiobs Herausforderung sofort Gottes Auftreten. Gott erscheint im Sturm und Wetter und fordert Hiob auf, die vielen Rätsel der göttlichen Schöpfung und Weltregierung zu lösen. Gottes Macht und Weisheit ist so groß, dass sich der schwache Mensch unbedingt derselben zu unterwerfen hat. Dies tut dann Hiob. Er nimmt die heftigen Reden zurück, die ihm in der Hitze des Streites mit seinen drei Freunden entfahren sind. Nachdem er sich also gedemütigt hat, gibt ihm Gott gegen seinen drei Freunden recht, erstattet ihm Gesundheit und Glücksgüter zurück und läßt ihm eine Schar Kinder geboren werden.
Hiskias
König des Südreichs Juda (728-699 v. Chr.).Sohn und Nachfolger des Ahas. Brach nach dem Tode Sargons mit der Politik seines Vaters, trat an die Spitze eines Bundes palästinensischer Staaten und empörte sich gegen Sargons Nachfolger Sanherib. Infolge dessen wurde sein Land verwüstet. Nur durch den Ausbruch der Pest im assyr. Heere entging er dem völligen Untergang, mußte sich aber unterwerfen. Da damals, wie Jesajas es geweissagt hatte, Jerusalem unerobert geblieben war, so machte dies Hiskias den Ideen des Jesajas geneigt und veranlaßte ihn zu einer Reform des Kultes. Allgemein bekannt ist Hiskias durch die Legende von seiner Krankheit, von der ihn Jesajas heilte, und durch das Wunder an der Sonnenuhr des Ahas, das ihm nach dieser Legende als Vorzeichen seiner Genesung gegeben wurde.
Hiskija
= Hiskias
Horiter
In der Bibel Höhlenbewohner, die sich mit den Edomiter vereinigten
Hoschea
= Hosea
Hosea
hebr. "Rettung", "Hilfe". Nach der Bibel ein Prophet im Nordreich Israel. Sohn des sonst unbekannten Beeri und Gatte der Gomer.
Hosea weissagte unter Jerobeam II. von Israel und dessen Nachfolgern. Er eifert gegen die kultische und dittliche Verderbnis des Reiches Ephraim. Israel hat zwei große Sünden begangen: es verehrt statt des wirklichen Jahwe die Jahwebilder, die er Baal nennt, und hat sich wider Jahwes Willen Könige gesetzt. Durch diese Sünden ist es in den Zustand innerer Verkommenheit und äußerer Schwäche geraten; es droht nun eine Beute seiner Nachbarn zu werden. Darin aber erkennt Hosea die von Jahwe für Israels Abfall verhängte Strafe.
Hosea hatte das Unglück, dass ihm seine Gattin untreu wurde und entlief, und bemühte sich in selbstverleugnender Liebe, dasselbe zurückzugewinnen und zu bessern.
Hosea
letzter König des Nordreichs Israel. Er führte, von Teglattphalasar eingesetzt, durch seinen Abfall von dessen Nachfolger Salmanassar den Untergang des samaritanischen Königtums 722 v. Chr. herbei. Auf die Kunde, dass Hosea mit Ägypten verhandle, erschien Salmanassar sofort in Palästina und zwang den Hosea, sich auf Gnade und Ungnade zu ergeben. Sein Ende ist unbekannt.
Hulda
Nach der Bibel Prophetin in Juda.
Hyrkanus II.
In der Bibel ein schwachsinniger Makkabäerfürst. Sohn des Alexander. Onkel des Antigonus und Großvater der Mariamme.
Er wurde von seinem jüngeren Bruder Aristobul II. nicht anerkannt, bei Jericho geschlagen und zum Verzicht auf die königliche und hohenpriesterliche Würde gezwungen. Von dem Idumäer Antipater angereizt, suchte er nochmals den Thron wiederzugewinnen, jedoch erfolglos, da der 65 v. Chr. in Palästina erscheinende römische Heerführer Scaurus auf Aristobuls Seite trat. Pompejus aber nahm Aristobul als Kriegsgefangenen, schaffte das jüdische Königtum ab und setzte Hyrkanus als Hohenpriester und König ein. Als Aristobuls Sohn Antigonus mit Hilfe der Parther König und Hohepriester geworden war, ließ dieser Hyrkanus die Ohren abschneiden um ihn zum Priestertum unfähig zu machen. Die Parther führeten ihn 40 v. Chr. mit sich fort, gaben ihn aber bald wieder frei. Auf die Fürbitte Mariammes, gestattete ihm Herodes die Rückkehr, ließ ihn jedoch nach der Schlacht unter der Beschuldigung des Hochverrats hinrichten.

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