Götter und Sagengestalten des biblischen Palestina, Buchstabe E


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Ebräer
= Hebräer
Eden Bild
In der Bibel das Paradies und Garten Gottes. Er wurde geschaffen um Adam und Eva einen Ort zu geben, an dem sie ein Leben frei von mühevoller Arbeit und Sorge leben können. In der Mitte dieses Gartens befanden sich zwei Bäume, der des Lebens und der der Erkenntnis des Guten und des Bösen. Vom letzteren zu essen ward dem Menschen verboten. Das erste Menschenpaar verscherzte sich aber den Aufenthalt im Gottesgarten. Eva ließ sich von der Schlange verführen von dem Baum der Erekenntnis zu essen und gab auch Adam davon. Zur Strafe wurden sie aus dem Paradies verwiesen und dieses für alle Zeit versperrt, in dem der Cherub mit flammendem Schwert davor gestellt ward.
Im islam. Glauben bewohnt der Engel Iblis den Garten Eden, bis er als einziger Adam nicht seine Erfurcht bezeugt. Daraufhin wird er aus dem Paradies verstoßen und Adam erhielt es. Im Paradies wurde dann auch Eva erschaffen. Aus Rache verführte Iblis die Menschen und sie wurden auf die Erde herabgestürzt.
Edom
= Esau, hebr. "der Rote", so genannt, wegen seines Unsches, von dem "roten Gericht" zu essen.
Edomiter
Nach der Bibel ein südlich vom Stamme Juda bis zum Älanitischen Meerbusen wohnendes hebr. Volk. Stammvater ist Esau. Bei der Einwanderung in ihre Wohnsitze fanden sie dort die Horiter, d.h. Höhlenbewohner, vor, mit denen sie sich vereinigten. Auch nomadische Völkerschaften, wie Amalekiter, scheinen sich ihnen vorübergehend angeschlossen zu haben. Die Hauptbeschäftigungen des wilden und kriegerischen Volkes waren Jagd, Viehzucht und Handel. Nur wenige Oasen gestatteten Acker- und Gartenbau. Durch festen Zusammenschluß ihrer Stämme unter Königen waren die Edomiter schon lange vor dem Volke Israel zu polit. Selbständigkeit und Macht gelangt. Verhängnisvoll wurde für ihre Entwicklung, dass sich unter David die Stämme, deren Heiligtum Hebron war, mit dem Stamme Juda vereinigten. David unterwarf sie, sobald er König über ganz Israel geworden war.
Efraim
= Ephraim
Ela
König des Nordreichs Israel. Folgte als dritter nach Jerobeam I. seinem Vater Baesa. Fiel schon nach zwei Jahren einer Verschwörung seines Kriegsobersten Simri zum Opfer.
Eleasar
hebr. "Gotthilf". Nach der Bibel dritter Sohn des Aaron. Er folgte seinem Vater, nach dem Tode seiner beiden älteren Brüder, in der Würde eines Hohenpriesters.
Elhanan
Nach der Bibel ein israelitischer Krieger aus dem Gefolge Davids, der Goliath tötet. Andere Versionen der Geschichte nennen einen Bruder Goliaths als das Opfer Elhanans.
Eli
In der Bibel (1. Buch Samuelis) ein Priester des Heiligtums zu Silo. Neben ihm fungierten als Priester seine beiden Söhne, die im Übermut das alte Herkommen beim Opfer vielfach verletzten. Diesen entarteten Priestern wird in der Figur des Tempeldieners Samuel ein Priester nach dem Herzen Gottes entgegengesetzt. Diesem offenbart Gott den baldigen Sturz des Hauses Eli, dem schließlich die Pristerwürde ganz entgehen wird. Gott wird sich einen treuen Priester erwählen, der alle Tage vor Gottes Gesalbtem, d.h. dem König, wandelt. Es zielt diese Weissagung auf den Untergang der Söhne Elis in der Schlacht bei Ebenezer, die Niedermetzlung der Mehrzahl ihrer Nachkommen durch Saul und die Ersetzung Abjathars, eines Nachkommen Elis, durch Salomo. Eli stab der Sage nach, indem er vor Schrecken über den ihm gemeldeten Tod seiner Söhne von seinem Stuhle fiel.
Elia
= Elias
Eliam
In der Bibel der Vater der Bathseba.
Elias
hebr. "Jahwe ist mein Gott". Nach der Bibel ein Prophet im Nordreich Israel.
Er kündigte Ahab an, dass zur Strafe für den an Nabot begangenen Mord, sein Blut auf dem Acker Nabots vergossen werden soll, was sich durch die hier erfolgte Ermordung seines Sohnes Joram erfüllt hat.
Elifas
= Eliphas
Elihu
Nach der Bibel vierter Freund des Hiob.
Elija
= Elias
Eliphas
Nach der Bibel einer der drei Freunde des Hiob.
Eliphas
In der Bibel ein Freund Hiobs.
Elisa
Nach der Bibel ein Prophet. Nachfolger des Elias. Er war bis zu Elias' Verschwinden dessen Diener und Gefährte, trat aber dann selbständig als Prophet unter den Königen Joram und Jehu auf. Mit dem König Joram scheint er zeitweilig gut gestanden und ihn beraten, später sich aber mit ihm entzweit zuhaben. Er gab das Signal zum Ausbruch der Verschwörung gegen Joram, hat also wohl dieselbe inspiriert.
Elisabet
"Gott ist mein Eid, Verheißung". Nach der Bibel Gattin des Zacharias und Mutter des Johannes dem Täufer.
Elischa
= Elisa
Eljakim
= Jojakim
Elkana
Nach der Bibel Gatte der Hanna und der Peninna.
Elohim
 
Engel
griech. angelos "Bote". Nach der Bibel die oberirdischen Boten Gottes an die Menschen. Im Alten Testament sind namentlich die Träger der göttlichen Offenbarung, wie Abraham, Jakob, Moses u.a., von Engeln geleitet. Im Neuen Testament erscheinen sie überall im Dienste Christi und seines Reiches: Jesu Geburt, Auferstehung und Himmelfahrt, die Gründung der christlichen Kirche und Christi erwartete Wiederkunft werden von Engelserscheinungen begleitet. Doch auch Völker und Personen haben Schutzengel, die als lichte, reine Geister und als Vorbilder der von jeder sinnlichen Trübung befreiten künftigen Vollendung vorgestellt werden (Matth. 18, 10; 22, 30; Luk. 15, 7, 10; 20, 36). Die Ausbildung des Engelglauben gehört dem späteren vorchristl. Judentum an. Während der ältere Hebraismus in dem "Engel Jahwes" nur eine vorübergehende Personifikation des göttlichen Offenbarungswillen erblickte, bildete sich in der nachexilischen Zeit wahrscheinlich unter persischen Einflüssen die Vorstellung von einem förmlichen Hofstaat Gottes mit verschiedenen Rangordnungen dienender Geister aus, an deren Spitze die sieben Erzengel standen. Auch die Cherubim, Seraphim und die Geister der Himmelskörper wurden den "himmlischen Heerscharen" zugezählt.
Epaphras
Nach der Bibel Freund und später Mitgefangener des Paulus.
Epaphroditus
Nach der Bibel Mitglied der Gemeinde in Philippi.
Ephraim
hebr. "Fruchtbarkeit". Nach der Bibel einer der 12 Stämme Israels. Sie sind im Zentrum des Landes auf dem Gebirge Ephraim wohnhaft. Stammvater ist Ephraim. Mit Manasse zusammen bildete er in älterer Zeit das "Haus Josef". Die Kultstätten von Bethel und Silo lagen auf seinem Gebiet. Nach Sauls Tode erkannte Ephraim mit allen nördlichen Stämmen Sauls Sohn Isboseth als rechtmäßigen König an, während der Stamm Juda dem Reich Israel abfiel und seinen Landsmann David zum König wählte. Die Rivalität beider Stämme ward seitdem die Hauptursache heftiger innerer Unruhen. Nach der Ermordung Isboseths duldeten die Ephraimiten die Davidsche Regierung und die Hegemonie Judas, aber schon gegen Ende von Davids Leben kam es zu Aufständen, die sich auch unter Salomo wiederholten und nach dessen Tode zur definitiven Trennung Israels in zwei Reiche, das Reich Juda und das Reich Ephraim, führten. Der Begründer des letzteren wurde der Ephraimite Jerobeam, der alle Stämme bis auf Juda für seine Herrschaft gewann.
Das Reich Ephraim, mit der Hauptstadt Sichem, dann Tirza und später Samaria, betrachtet sich mit Recht als die legitime Fortsetzung des von Saul gegründeten israel. Reiches. Ihm fiel daher von selbst der alte nationale Ehrenname Israel zu.
Ephraim
Nach der Bibel Stammvater der ephraimitischen Israeliten. Zweiter Sohn des Josef und der Asenat. Jakob setzte ihn zugleich mit seinen eigenen Söhnen zum Erben ein.
Ephraimiten
siehe Ephraim (der Stamm)
Erzengel
Nach der Bibel, in der Rangstufe der sogenannten himmlischen Hierarchie die Fürsten unter den Engeln. Sie heißen Michael (Dan. 10, 13,21; 12, 1), Gabriel (Dan. 8, 15 fg.; 9, 21), Raphael (Buch Tobias) und Uriel (Buch Henoch; 4. Esra-Buch). Die spätere jüdische Theologie zählt sieben Erzengel.
Erzteufel
siehe Teufel
Esau
hebr. "der Behaarte". Nach der Bibel älterer Zwilingsbruder des Jakob. Sohn des Isaak und der Rebekka. Großvater des Amalek. Die israel. Sage bezeichnet ihn als älteren Sohn Isaaks, d.h. die Edomiter sind früher als Israel zu Macht und Ansehen gelangt. Jakob sucht schon bei der Geburt zuvorzukommen, listet ihm die Erstgeburt wie den Segen des Vaters ab, d.h. Edom ist infolge der Anstrengungen Israels, sich südwärts auszubreiten, zurückgegangen. Die nach 1 Mos. 27 von Isaak über Jakob und Esau gesprochenen Segenswünsche nehmen außerdem auf die jahrhundertelangen Kämpfe beider Völker deutlich Rücksicht.
Eschbaal
= Isboseth
Esra
hebr. "Hilfe". Nach der Bibel ein jüdischer Priester und Schriftgelehrter, stammte aus der Familie Zaboks. Er war der Führer der zweiten Rückwanderergruppe aus dem Exil, zurück nach Jerusalem, um die Jerusalemer Gemeinde auf Grund eines in seinem Besitze befindlichen Gesetzbuches zu reformieren. Seine erste Maßregel nach der Ankunft in Jerusalem richtete sich gegen die zahlreichen in allen Ständen und Geschlechtern vorhandenen Mischehen. Er setzte seinen Gemeindebeschluss durch, der dieselben zu lösen befahl. Eine Komission wurde eingesetzt, um die Einzelnen vorzuladen und ihre Verhältnisse zu ordnen. Damit bricht das Buch Esra ab. Das Buch Nehemia ergibt, dass dieser Beschluss die Veranlassung großer innerer Wirren und eines Angriffes der in der Nähe wohnenden israel. Bevölkerung auf die Gemeinde geworden ist.
Esther
vom pers. sitareh "Stern". Nach der Bibel die zweite Gattin des persischen Königs Xerxes. Rettete ihr Volk vor der geplanten Vernichtung.
Sie ist eigentlich eine Jüdin, ursprünglich Hadassa ("Myrte") genannt. Sie wird in den Harem Xerxes eingeliefert, als dieser unter den Jungfrauen des Reiches einen Eratz für seine ehemalige Gattin Baschti, die er verstoßen hatte, zu finden. Auf den Rat ihres Onkels und Vormundes Mardochai verschweigt Hadassa ihre Herkunft und empfängt den pers. Namen Esther. Im 7. Jahre der Regierung des Xerxes kommt sie in den Palast, findet Gnade vor Xerxes Augen und wird zur Königin erhoben. Durch ihre Vermittlung entdeckt Mardochai eine Verschwörung. Weil er jedoch dem Günstling des Königs, Haman, die Adoration verweigert, so bittet dieser den König, alle Juden töten zu dürfen. Der Tag dazu wird durch ein Los festgelegt. Da lässt sich der König eines Tages aus der Reichschronik vorlesen und stößt hierbei auf eine Erwähnung des ihm von Mardochai geleisteten Dienstes. Da eine Erkundigung ergibt, dass er hiefür noch keine Belohnung erhalten hat, so befiehlt er Haman, ihn nachträglich zu Ehren. Esther entdeckt Hamans Ränke. Da dieser auch noch in seiner Angst den Argwohn des eifersüchtigen Xerxes erregt, so wird er aufgehenkt. Das frühere Dekret gegen die Juden kann zwar wie alle Dekrete pers. Könige nicht annuliert werden, dafür erhalten die Juden aber die Erlaubnis, ihre Feinde zu töten und ihr Habe zu plündern. Unter den Juden herrschte große Freude. Sie feiern die fröhliche Kunde durch einen Schmaus. Als der Tag herankommt, töten sie 75000 Perser. Da Esther hierdurch noch nicht ganz befriedigt ist, so erlaubt der König den Juden, das Mordgeschäft noch 14. Adar fortsetzen zu dürfen. Zum Andenken daran schreibt Mardochai das Fest der Lose, d.h. Purimfest aus.
Ethbaal
In der Bibel König zu Tyrus. Vater der Isebel.
Eunike
Nach der Bibel Mutter des Timotheus.
Eva Bild
Nach der Bibel die erste Frau und Stammutter der Menschheit. Gattin des Adam (siehe dem) und Mutter des Kain, des Abel und des Set.
Im islam. Glauben die im Paradies geschaffene Gattin des Adam.
Evilmerodach
Biblische Form des assyrischen Namens Amil-Marduk. In der Bibel ein neubabylonischer König (561 - 560 v. Chr.). Sohn und Nachfolger des Nebukadnezar II.
Er wurde von seinem Schwager Neriglissar, der ihm auf dem Thron folgte ermordet.
Die Bibel berichtet, dass er bald nach seinem Regierungsantritt den Jojachin aus seiner 37jährigen Kerkerhaft befreit habe.
Ezechiel
(Hesekiel) Nach der Bibel ein Priester. Wirkte als Prophet in Babylon. Er ist der Sohn des Priesters Busi. Er gehörte zu den mit dem König Jojachin nach Babylonien geführten Judäern. Er ist die einflussreichste Person des Exils. Kein anderer hat so wie er dazu beigetragen, den Deportierten die prophetische Auffassung vom Berufe und dem Schicksal Israels vertraut zu machen. In Anknüpfung an das Deuteronomium und die Reform des Josia verwandelte er die Forderungen der Prophetie in ein statutarisches Gesetz und zeichnete seinem Volk den Plan vor, sich durch Unterwerfung unter dieses im Besitze der einst wiederzugewinnenden Gnade Jahwes zu erhalten.So bildete er eine der Brücken von der Prophetie zum gesetzlichen nachexilischen Judentum.

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