Götter und Sagengestalten des biblischen Palestina, Buchstabe D


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Dan
Nach der Bibel Stammvater der Daniten, einem der zwölf israelitischen Stämme. Sohn des Jakob und der Bilha.
Dan
Nach der Bibel einer der zwölf israelischer Stämme, nach der Sage abstammend von Dan, d.h. er ist ein Josefstamm zweiten Ranges. Da der Stamm am Westabhang des Gebirges feste Wohnsitze gegen die Kanaaniter nicht gewinnen konnte, zogen 600 Daniten nordwärts, eroberten die kanaanitische Stadt Lais an den Quellen des Jordan und nannten sie nach ihrem Namen. Sie stellten dort das dem Ephraimiten Micha geraubte Gottesbild auf, dass die priesterliche Familie des Jonathan, eines Enkels Moses, bediente (Richt. 17 fg.). Jerobeam I. von Israel erhob Dan zu seinem königlichen Heiligtum und errichtete dort ein Stierbild Jahwes.
Daniel
hebr. "Gott ist Richter". Nach der Bibel ein vornehmer Jude, der am babylonischen Hof zum Ratgeber des Königs aufstieg. Er ist bekannt wegen seiner Gerechtigkeit.
Daniten
siehe Dan (der Stamm)
David
hebr. "Geliebter". Zweiter ganzisraeltischer König, 1000-961 v. Chr., Sohn des Isai, Bruder der Abigail, zweiter Gatte der Abigail, der Michal und der Bathseba, Vater des Absalom, des Adonia, des Natan, des Salomo, der Tamar und des Amnon und Onkel des Joab.
Seine Regierung erschien den Juden bis in die späteste Zeit als das Ideal des nationalen Königtums. David war nach Moses ein ebenso tapferer Krieger wie kluger Diplomat. Schon früh zog er durch seine Taten im Felde, durch Beredsamkeit und die Kunst des Harfenspiels die Aufmerksamkeit auf sich. So kam es, dass er dem erkrankten Saul empfohlen wurde, um die Melancholie desselben durch sein Spiel zu zerstreuen. Saul entbot ihn an den Hof nach Gibea. David erwarb sich dort rasch die Zuneigung der königlichen Familie. Jonathan, Sauls ältester Sohn, schloss Freundschaft mit ihm, Saul machte ihn zu seinem Waffenträger und betraute ihn mit wichtigen Befehlen. Schließlich gab er ihm die Hand seiner Tochter Michal. Doch erregte die Freundschaft mit Jonathan in der Seele des kranken Königs den Verdacht, David beabsichtige Jonathan zum Thron zu verhelfen und trachte ihm daher nach dem Leben. Saul versuchte David, während dieser nichtsahnend vor ihm sang, mit dem Speer zu durchbohren, doch dieser wich dem Stoß aus. Unterstützt von den Mitgliedern der königlichen Familie gelang es David aus Gibea nach seiner Heimat zu entfliehen.
Nach Sauls Tod knüpfte David mit dem Adel des Stammes Judaund den Häuptlingen der nomadischen und halbnomadischen Stämme Verbindung an, und diese weihten ihn zum König von Juda, während die übrigen Stämme Sauls jüngstem Sohn Isboseth treu blieben. David wie Isboseth regierten als Vasallen der Philister, bekriegten sich aber gegenseitig. Es gelang David nicht nur, sich zu behaupten, sondern sein Reich zu kräftigen, während Sauls Reich durch Uneinigkeit in der königlichen Familie zurückging. Nachdem Isboseth durch Mörderhand gefallen war, wähleten die israel. Häuptlinge David zu seinem Nachfolger, so dass Israel und Juda wieder vereinigt wurden. David schafte es in mehrjährigen Kriegen die Oberherrschaft der Philister abzuschütteln. Außerdem unterwarf er die Edomiter, Moabiter und Ammoniter.
Die Legende, wonach David Goliath getötet hat, wie es 1 Sam 17, 1-58 vorgibt, oder es Elhanan war, wie es in 2 Sam 21, 19 steht, ist umstritten.
Debora
hebr. "Biene". Nach der Bibel eine Prophetin und Richterin. Sie rief, bei einem Kampf der israelischen Stämme gegen die Kanaaniter, im Namen des Volksgottes Jahwe die Stämme gegen den in der Kischonebene herrschenden Kanaaniterkönig Sisera auf. Unter der Führung des wie Debora aus Isaschar stammenden Häuptlings Barak schlugen diese Sisera am Bache Kison. Debora scheint wie die Seherinnen der alten Germanen bei der Schlacht zugegen gewesen und die Streitenden durche ihre Lieder zum Kampfe angespornt zu haben.
Delila
Nach der Bibel eine Philisterin. Geliebte des Simson. Von Simsons Feinden, ihren Landsleuten, bestochen, entlockte sie dem verliebten Helden das Geheimnis, dass seine Kraft in den Locken seines Haares liege und beraubte ihn seiner Haare im Schlaf, so dass er von seinen Feinden überwältigt werden werden konnte.
Demetrius
Nach der Bibel ein Silberschmied in Ephesus.
Dämon
In der jüdischen Lehre übernatürliches, jedoch nicht göttliches Geschöpf, auch Geist oder Kraft, mit der Fähigkeit, das Leben von Menschen meist negativ zu beeinflussen. Die Dämonenlehre ist wahrscheinlich unter persischen Einflüssen erst seit der babylonischen Gefangenschaft ausgebildet. Den guten Engeln stehen die bösen gegenüber, für welche der Name Dämon ausschließlich in Gebrauch kommt. Wie an der Spitze der Engel sieben Erzengel stehen, die den Hofstaat Jehovas ausmachen und dessen Thron umgeben, so hat auch Satan , der Beherrscher des Dämonenreiches, sieben Erzteufel zu seinen vornehmsten Dienern.

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