Griechische und Römische Götter und Sagengestalten, Buchstabe Z


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Zagreus
In der griechischen Mythologie "der Unterirdische". Beiname des Dionysos.
Zeitalter
In der griech. Anschauung die Entwicklungsperioden des Menschengeschlechts, die alte Dichter und Philosophen in unbestimmten Grenzen nach moralischen Gesichtspunkten annahmen.
Unterteilt wurde in das goldene, silberne, eherne, heroische und das eiserne Zeitalter (siehe dort).
Zelos
In der griechischen Sage der Eifer.
Sohn des Pallas und der Styx.
Zentauren
= Kentauren
Zephyr
= Zephyros
Zephyros
In der griechischen Sage der Westwind.
Sohn des Astraios und der Eos, Gatte der Podarge und der Chloris und Vater des Xanthos (2) und des Balios.
Er ist der schnellste aller Winde.
Er verliebte sich in Hyakinthos und lenkte, aus Eifersucht auf Apollon, als einst Apollon den Hyakinthos im Diskuswerfen unterrichtete, die Wurfscheibe gegen den Kopf des Hyakinthos, woraufhin dieser starb.
Zerberos
= Kerberos
Zetes
In der griech.-röm. Sage ein Boreade und Argonaut.
Zethos
In der griechischen Sage Sohn des Zeus und der Antiope, Zwillingsbruder des Amphion von Theben und Gatte der Aëdon.
Wurde gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder von der Mutter ausgesetzt und von Hirten erzogen, sie rächten aber Antiope, als sie erfuhren, dass diese ihre Mutter sei, an deren Peinigerin Dirke. Die Zwillinge umgaben Theben mit einer Mauer, zu der sich die Steine, von Amphions Gespiel auf der Leier, die er einst von den Musen erhalten hatte, angelockt, von selbst verbanden.
Zeus Bild
Griech. Göttervater und Gott des Himmels, des Blitzes und des Lichts. Ursprünglich reiner Naturgott und als Donnergott besonders Urheber des Gewitters und des befruchtenden Regens. Gehört zu den Olympiern.
Sohn des Kronos und der Rheia, Brudergemahl der Hera, aber auch Gatte der Metis, der Themis und der Dione, bei manchen auch Gatte der Selene; Geliebter der Io, der Leda, der Leto, der Maja, der Danae, der Lamia, der Niobe, der Aigina, der Europe, der Semele, der Alkmene, der Antiope, des Iasios, der Demeter, der Eurynome, der Kallisto, der Aphrodite und der Mnemosyne, was Hera schrecklich erzürnte; und Vater des Ares, des Hephaistos, der Dike, der Hebe, der Athene, des Apollon und der Artemis, des Dionysos, der Persephone, der Eirene, der Ate, der Eileithyia, der Aletheia, der Musen, der Horen, der Moiren, der Najaden, der Dioskuren, des Herakles, des Perseus von Makedonien, der Hesperiden, der Helena, des Peirithoos, des Minos von Kreta, des Rhadamanthys von Kreta, der Litai, des Zethos, des Sarpedon von Lykien, des Epaphos von Ägypten, des Amphion von Theben, des des Aithlios, des Aiakos von Ägina, des Myrmidon und des Arkas.
Er wurde als letzter Sohn des Titanenpaares Kronos und Rheia auf der Insel Kreta in einer Grotte des Berges Ida geboren, wohin Rheia sich geflüchtet hatte, um das Kind vor Kronos, der seine eigenen Kinder verschlang, zu verbergen, und von der Ziege Amaltheia und den Bienen des Gebirges mit Milch und Honig (oder von Tauben mit Ambrosia) ernährt, während die Kureten durch ihre Waffentänze das Schreien des Kindes übertäubten. Kronos verschlingt, durch Rheia überlistet, statt des Neugeborenen einen in Windeln gewickelten Stein. Sobald Zeus herangewachsen ist, nötigt er unter Beihilfe der Metis (der Klugheit) den Kronos, die früher verschluckten Kinder wieder von sich zu geben, und beginnt, unterstützt von diesen, von den Kyklopen, den Hekatoncheiren, der Themis und dem Prometheus, den Kampf gegen seinen Vater, in welchem er Sieger bleibt (Titanomachie). Kronos und die Titanen, die auf dessen Seite gestanden haben, werden in den Tartaros gestürzt, und eine neue Weltordnung wird begründet, die Herrschaft der olympischen Götter, an deren Spitze Zeus als König und Vater der Götter mit seiner Schwester und Gemahlin Hera steht. Er bekam bei der Aufteilung der Welt den Himmel, die Erde, den Blitz und den Donner zu geteilt.
Aus der Verbindung des Zeus mit verschiedenen Göttinnen gingen eine Anzahl Kinder hervor, welche dem Kreise der olympischen Götter angehören: Hera gebar ihm den Ares und Hephaistos (letzteren gebiert nach einer anderen Sage Hera allein ohne Einwirkung eines Mannes) und außerdem Hebe und Eileithyia; Dione wurde durch Zeus Mutter der Aphrodite, Leto gebar ihm Apollon und Artemis, Maia den Hermes, aus seinem eigenen Haupte wurde Athene geboren. Ferner ist er Vater einer Anzahl andere Gottheiten, die, wenn sie auch nicht in die Zahl der bekannten zwölf Götter aufgenommen sind, doch allgemein als Götter angesehen und verehrt werden: Demeter gebar ihm Persephone, Semele den Dionysos, Themis die Horen und Moiren, Eurynome die Chariten, Mnemosyne die Musen, Leda die Dioskuren. Während nun aber von diesen allen nur Hera und die mit dieser wohl auch identischen Dione als seine rechtmäßige Gemahlin galt, so sanken einzelne von ihnen, wie Leda und Semele, und vollends die Mütter von Söhnen, die mit der Zeit nicht mehr für Götter, sondern nur für Heroen galten, in Sage und Dichtung zu sterblichen Frauen herab. Der gewaltigste von diesen Heroen ist Herakles, mit dessen Hilfe Zeus im Verein mit den übrigen Göttern die Giganten, welche die neue Weltordnung umzustürzen versuchen, siegreich zu Boden wirft (Gigantomachie), den aber allerdings auch Zeus in den Olymp aufnimmt. Andere Zeussöhne sind Perseus (von Danae), Minos, Rhadamanthys und Sarpedon (von Europa), Epaphos (von Io), Aiakos (von Aigina), Arkas (von Kallisto), Amphion und Zethos (von Antiope) u.a.m.; fast alle griech. Königshäuser rühmten sich eines solchen Heroen als Ahnherrn, der von Zeus abstammen sollte.
Erst allmählich entwickelte sich die würdige und erhabene Vorstellung von Zeus als dem allmächtigen und allsehenden Weltherrscher, dem Urquell und Beschützer alles Rechts und aller Ordnung, eine Vorstellung, die besonders in zahlreichen Beinamen sich ausgeprägt hat. So betete man zum Zeus Herkeios als dem Schirmer des Hauses, zum Zeus Polieus, Bulaios und Agoraios als dem Beschützer der Stadt, der Rats- und Volksversammlungen, zum Zeus Horkios als dem Wächter des Eides, zum Zeus Philios und Hetireios als dem Urheber aller Freundschaft und Genossenschaft, zum Zeus Xenios und Hikesios als dem Beschirmer und Rächer der Fremden und Hilfesuchenden, zum Zeus Soter und Eleutherios als dem Erretter und Befreier von allem Übel, usw. Dike, die Göttin des Rechts, wird seine Beisitzerin genannt, alle Weissagung durch Orakel oder sonstige Zeichen geht von ihm aus. Zeus ist so der "höchste der Herrscher", der "König und Vater der Götter und Menschen".
Zirze
= Kirke
Zyklopen
= Kyklopen

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