Griechische und Römische Götter und Sagengestalten, von Teiresias bis Tellus


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Teiresias
In der griechischen Sage ein blinder thebanischer Seher.
Sohn des Everes und der Chariklo, aus dem Geschlecht des Udaios und Vater der Manto.
Er war in früher Jugend erblindet. Dieses Unglück traf ihn, weil er den Menschen Dinge mitteilte, die sie nach dem Willen der Götter nicht erfahren sollten, oder weil er die Athene im Bade gesehen, worauf diese ihm zur Strafe Wasser in die Augen gesprengt hatte.
Bei dem Zug der Epigonen gegen Theben wurde er als Gefangener samt seiner Tochter Manto nach Delphi weggeführt, er starb aber infolge eines Trunkes aus der Quelle Tilphussa in der Nähe von Haliartos.
Nach seinem Tod blieb ihm allein in der Unterwelt Besinnung und Verstand, so dass er dort noch weissagte. Deshalb sandte Kirke den Odysseus zu ihm, um ihn wegen der Heimkehr zu befragen.
Tekmessa
In der griechischen Sage Tochter des Teuthras.
Sie wurde von Aias {der Große} als Kriegsbeute entführt.
Telamon
In der griech.-röm. Sage König von Salamis und Argonaut.
Sohn des Aiakos von Ägina und der Endeis, Gatte der Glauke und der Periboia und Vater des Aias {der Große} und des Teukros von Salamis auf Zypern.
Er hatte mit seinem Bruder Peleus seinen Halbbruder Phokos getötet, wurde deshalb von seinem Vater aus Ägina verbannt und wanderte nach Salamis, wo ihm König Kychreus seine Tochter Glauke zur Gemahlin gab und bei seinem Tod die Herrschaft hinterließ. Später heiratete er die Periboia, Tochter des Alkathoos, die ihm den Aias gebar.
Er war Teilnehmer an der Jagd auf den kalydonischen Eber und an der Argonautenfahrt. Besonders aber zeichnete er sich aus als Begleiter des Herakles auf dem Zuge nach Troja gegen Laomedon. Bei der Eroberung dieser Stadt erstieg Telamon zuerst die Mauer, Herakles nach ihm. Dieser wurde darüber so zornig, dass er das Schwert gegen Telamon zückte. Telamon besänftigte ihn und erhielt als Siegespreis die Hesione, die Tochter des Laomedon, die ihm in Salamis den Teukros gebar.
Telchinen
In der griechischen Mythologie vulkanische Dämonen, welche zugleich in der Meerestiefe heimisch gedacht wurden.
Ihre Schwester Halia gebar hernach dem Poseidon die Rhodos. In diese verliebte sich Helios, der nach ihr die Insel Rhodos benannte, auf der er als Hauptgott verehrt wurde, nachdem die Telchinen vor einer Überschwemmung die Insel verlassen hatten oder von Zeus oder Helios oder dessen Söhnen erlegt oder vertrieben worden waren.
Sie galten für die ersten Metallarbeiter und kunstreichen Schmiede, für die Verfertiger der ältesten Götterbilder, Waffen und Geräte, so der Sichel des Kronos und des Dreizacks des Poseidon. Man hielt sie auch für Zauberer und Wettermacher, die allerlei Gestalten annehmen konnten. Auf Rhodos sollten sie die Felder mit dem Wasser der Styx besprengt und so die Fruchtbarkeit erzeugt haben, offenbar eine Hindeutung auf frühere vulkanische Ereignisse.
Teledamos
= Telegonos
Teledamos
In der griechischen Sage Sohn des Agamemnon von Mykene und der Kassandra und Zwillingsbruder des Pelops.
Telegonos
In der griechischen Sage Sohn des Odysseus von Ithaka und der Kirke, zweiter Gatte der Penelope und Vater des Italos.
Er wurde von seiner Mutter Kirke ausgeschickt, seinen Vater aufzusuchen, und nach Ithaka verschlagen. Da er die Insel verwüstete, wollten Odysseus und Telemachos ihn daran hindern; er aber erstach ersteren versehentlich mit einem Rochenstachel, den die Mutter ihm statt der Lanzenspitze gegeben hatte. Hierauf ging er auf Geheiß der Athene mit Telemachos und Penelope zu seiner Mutter auf die Insel Aia zurück, bestattete dort den Odysseus und heiratete, gleich dieser und Telemachos von Kirke unsterblich gemacht, die Penelope, Telemachos die Kirke. Von jener wurde ihm Italos geboren, nach dem Italien benannt sein sollte.
Telegonos soll auch Tusculum und Präneste gegründet haben.
Telemachos
In der griechischen Sage Sohn des Odysseus von Ithaka und der Penelope, Gatte der Nausikaa und der Kirke und Vater des Perseptolis und des Latinos. Seine Amme war Eurykleia und sein Lehrer Mentor.
Er war noch sehr jung, als sein Vater nach Troja zog. Kurz vor dessen Heimkehr kam Athene in Gestalt des Taphierkönigs Mentes zu ihm und riet ihm, nach Pylos und Sparta zu reisen, um sich dort nach seinem Vater zu erkundigen. Auf der Reise begleitete ihn Athene selbst in Gestalt des Mentor; er erhielt in Sparta von Menelaos die Mitteilung der Weissagung des Proteus über seines Vaters Rückkehr. Bei dem Sauhirten Eumaios traf er seinen von Athene in einen Bettler verwandelten Vater. Dieser entdeckte sich ihm und beide beratschlagten nun über die Strafe der Freier. An seines Vaters Seite kämpfte er gegen sie und begleitete ihn dann zu dem hochbejahrten Laertes.
So weit geht die Odyssee. Seine übrigen Schicksale werden auf mannigfche Weise erzählt. Als Säugling legte ihn Palamedes vor den Pflug seines mit einem Pferd und einem Ochsen ackernden Vaters, um diesen zu dem Eingeständnis, dass er nur Wahnsinn erheuchele, zu zwingen.
Dem Telemachos soll Polykaste oder Nausikaa den Perseptolis geboren haben. Nach anderen vermählte er sich mit der Kirke, die ihm den Latinos gebar.
Telemachus
Römischer Name des Telemachos der griechischen Mythologie.
Teleon
In der griech.-röm. Sage Vater des Butes.
Telephassa
In der griechischen Sage Gattin des Agenor von Phönizien und Mutter des Kadmos von Theben, des Phoinix, des Kilix und der Europe.
Telephos
In der griechischen Sage König von Mysien.
Sohn des Herakles und der Auge, Gatte der Laodike.
Er wurde von Achilleus mit der Lanze des Peleus verwundet und geheilt.
Telesphoros
In der griechischen Mythologie der Dämon der Genesung.
Tellus
Römische Göttin der Erde und des Saatfeldes.
Sie galt namentlich als Beschützerin gegen die Gefahren des Erdbebens.

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