Griechische und Römische Götter und Sagengestalten, von Priamos bis Prometheus


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Priamos
In der griechischen Sage "der Losgekaufte", König von Troja.
Sohn des Laomedon von Troja, Gatte der Hekabe und der Arisbe und Vater des Paris, des Helenos, des Hektor, des Deiphobos von Amyklä, der Kreusa, der Laodike, der Polyxena, des Polydoros, des Pammon, Aisakos, des Troilos und der Kassandra.
Aus der Zeit vor dem Trojanischen Krieg, der erst in seinem hohen Alter ausbrach, wird wenig von ihm erzählt. Nur das berichtet Homer, dass er mit den Phrygern gegen die Amazonen gezogen sei.
Er war zuerst mit Arisbe vermählt, die ihm den Aisakos gebar. Seine zweite Gemahlin war Hekabe. Außerdem hatte er noch andere Weiber und nach Homer im ganzen 50 Söhne, von denen 19 von der Hekabe waren.
In der Ilias tritt er nur bei Abschluss des Waffenstillstandes und bei der Auslösung von Hektors Leiche hervor.
Er fand seinen Tod durch Neoptolemos am Altar des Zeus oder an der Schwelle des Palastes.
Er hieß bevor er losgekauft wurde Podarkes.
Priamus
Römischer Name des Priamos der griechischen Mythologie.
Priapos
Griechischer Gott der Zeugungskraft und üppigen Fruchtbarkeit der Natur, unter dessen Schutz die Felder, Gärten und Weinpflanzungen standen.
Sohn des Dionysos und der Aphrodite.
Dargestellt wurde er gewöhnlich als bärtiger, nach asiat. Weise bekleideter Mann mit auffallend großem Zeugungsglied, in dem aufgehobenen Schurz seines Gewandes Baumfrüchte und Trauben tragend und ein turbanähnliches Tuch oder einen Kranz von Weinlaub ums Haupt.
Priapus
Römischer Gott der Gärten.
Mit dem griechischen Priapos gleichgestellt.
Proitos
In der griechischen Sage König von Tirynth.
Sohn des Abas von Argos und der Okaleia, Zwillingsbruder des Akrisios von Argos, Gatte der Antea oder der Stheneboia und Vater der Lysippe, Iphinoe und der Iphianassa.
Er wurde von seinem Bruder Akrisios aus dem Reich vertrieb. Sein Schwiegervater Iobates von Lycien führte in jedoch zurück und das Reich wurde aufgeteilt. Proitos erhielt Tirynth und Akrisios Argos.
Als seine drei Töchter durch den Zorn der Hera oder des Dionysos wahnsinnig wurden und den Peloponnes durchirrten, wollte der Seher Melampus sie heilen; allein Proitos versagte ihm den verlangten Lohn, den dritten Teil der argivischen Herrschaft. Da der Wahnsinn der drei Töchter sich immer mehr steigerte und sich auch den übrigen argivischen Frauen mitteilte, so dass sie ihre Kinder töteten, forderte Melampus nun auch das zweite Drittel der Herrschaft für seinen Bruder Bias. Proitos willigte ein, Melampus heilte darauf die Lysippe und Iphianassa, und jeder der Brüder, Melampus und Bias, erhielten eine von ihnen zur Gemahlin. Die dritte, Iphinoe, war bereits vorher gestorben.
Zu Proitos floh nach der Ermordung des Korinthiers Belleros Bellerophon, um sich entsühnen zu lassen.
Prokas
In der röm. Sage König von Albalonga.
Vater des Numitor und des Amulius.
Prokles
In der griechischen Sage König von Sparta.
Sohn des Aristodemos und der Argia und Zwillingsbruder des Eurysthenes von Sparta.
Prokleus
Römischer Name des Prokles der griechischen Mythologie.
Prokne
In der griech.-röm. Sage Tochter des Erechtheus und Gattin des Tereus von Thrakien.
Sie tötete Itys, den Sohn des Tereus, aus Rache dafür, dass Tereus ihre Schwester Philomele entehrt hatte und setzte ihn dem Vater zum Mahl vor. Zur Strafe wurde sie in eine Nachtigall, nach späterer Sage in eine Schwalbe verwandelt.
Prokris
In der griechischen Sage Tochter des Erechtheus von Athen und Gattin des Kephalos.
Ihr Gatte Kephalos wurde durch Eos veranlasst, in verwandelter Gestalt ihre Treue zu erproben. Prokris erlag der Verführung und entwich beschämt nach Kreta, kehrte aber von dort später, von Artemis mit dem nie fehlenden Jagdspeer und dem Hund Lailaps, dem kein Wild entging, beschenkt, zu Kephalos zurück. Als sie, von Eifersucht getrieben, diesen belauschte, wurde sie von Kephalos, der ein Wild zu gewahren glaubte, mit dem Speer getötet.
Prokrustes
In der griech.-röm. Sage "der Gliederausrecker", ein Riese und Räuber, der alle Reisenden, die in seine Hände fielen, gewaltsam in sein Folterbrett einpaßt, in dem er sie streckte oder die überstehenden Gliedmaßen abschlug.
Er wurde von Theseus auf dieselbe Weise umgebracht.
Promachos
In der griechischen Sage ein Epigone.
Sohn des Parthenopaios.
Promachos
In der griechischen Mythologie "die Vorkämpferin", Beiname der Athene.
Promachus
Römischer Name des Promachos der griechischen Mythologie.
Prometheus Bild
In der griech.-röm. Sage "der Vorausschauende", ein Rebell und trotziger Frevler gegen Zeus.
Sohn des Iapetos und der Klymene oder der Themis und Vater des Deukalion.
Nach Äschylus ist Prometheus einer der Titanen, Sohn der Göttin Themis. Bei der Titanomachie trennt er sich von seinen Brüdern und geht zur Partei des Zeus über, der durch die klugen Anschläge des Prometheus siegt und den väterlichen Thron besteigt. Allein jetzt zerfällt Prometheus mit Zeus, weil, wie er bei dem Dichter sagt, bei Verteilung der Güter der Welt das Geschlecht der Sterblichen nicht nur nicht berücksichtigt, sondern sogar vertilgt und ein neues Geschlecht habe geschaffen werden sollen. Da habe er allein die Menschen vom Untergang gerettet, das Feuer seinen Schützlingen mitgeteilt und sie unterwiesen, es zu gebrauchen. Zeus rächte sich an dem Verwegenen, indem er ihn von Hephaistos und dessen Dienern Kratos und Bia an einen Felsen im Skythenlande anschmieden, pfählen und endlich von einem monströsen Adler (ein Sohn der Echidna) seine stets wieder nachwachsende Leber zerfleischen lässt. Lange Zeit musste Prometheus diese Pein leiden; er erträgt sie aber standhaft und trotzt allen Drohungen des Zeus, da er weiß, dass und wann er befreit werden wird, sowie dass auch Zeus, wenn er mit einer nur dem Prometheus bewussten Göttin (Thetis) einen Sohn erzeugt, von diesem gestürzt werden wird. Endlich kommt Herakles zu ihm, erlegt den Adler und erlöst den Dulder, und zwar mit Zeus' Zustimmung, nachdem Prometheus sein Geheimnis enthüllt hat. Prometheus kehrt in den Olymp zurück und lebt fortan als weiser Ratgeber mit den Göttern.
Nach Hesiod unternahm es Prometheus, als sich die Götter mit den Menschen zu Mekone, dem späteren Sikyon, wegen der ihnen gebührenden Teile vom Opfertier auseinander zu setzen suchten, den Menschen das beste Teil zuzuwenden, indem er die Götter betrog. Zeus, der den Menschen nicht wohl wollte, ließ sich absichtlich betrügen und strafte nun den Prometheus und die Menschen, indem er diesen das Feuer vorenthielt, nach dessen Raub dann Prometheus jene Pein erdulden muss, bis Herakles ihn erlöste, während die Menschen mit der alles Unheil über sie bringenden Pandora heimgesucht werden.
Spätere Dichter lassen den Prometheus auch den Menschen aus Lehm und mit Benutzung mancher Teile und Eigenschaften von Tieren erschaffen.

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