Griechische und Römische Götter und Sagengestalten, von Orcus bis Otus


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O

Orcus
Römischer Name des Hades {die Unterwelt} der griechischen Mythologie.
Oreaden
In der griech.-röm. Mythologie die Bergnymphen, z.B. Echo und Maja.
Töchter der Gaia.
Sie erscheinen als Jägerinnen und Hirtinnen.
Oreithyia
In der griechischen Sage Tochter des Erechtheus von Athen, Gattin des Boreas und Mutter der Boreaden, des Haimos von Thrazien und der Kleopatra.
Orestes
In der griech.-röm. Sage König von Mykene.
Sohn des Agamemnon von Mykene und der Klytaimnestra, zweiter Gatte der Hermione und Vater des Tisamenos.
Er kam im achten Jahr nach der Ermordung seines Vaters, der ihn bei der Rückkehr von Troja nicht wiedergesehen hatte, von Athen nach Mykene und rächte den Vater an Aigisthos und seiner Mutter.
Dieses ist die Erzählung der Odyssee, die den Muttermord nicht bestimmt erwähnt.
Nach Sophokles' Darstellung wurde bei der Ermordung des Agamemnon Orestes von seiner Schwester Elektra gerettet und durch seinen Erzieher zu Strophios, dem König von Phokis, geflüchtet. Hier wuchs Orestes mit dessen Sohn Pylades auf und schloss mit diesem einen Freundschaftsbund. Mit Pylades kam er in seine Heimat zurück und ermordete Klytaimnestra nebst ihrem Buhlen. Doch nun verfiel er als Muttermörder den Erinnyen, die ihn in Raserei stürzten und verfolgten, bis er, durch Apollon gesühnt, auf dessen Rat seine Zuflucht nach Athen nahm, wo Athene seine Sache vor den Aeropag brachte. Bei der Abstimmung waren die Stimmen gleich; da legte die Göttin ihre Stimme ein zu den freisprechenden und entschied so den Streit zu Gunsten des Orestes; die Erinnyen wurden durch Stiftung eines Heiligtums in Athen versöhnt. Nach Euripides gab aber ein Teil der Erinnyen die Verfolgung des Orestes noch nicht auf, worauf er sich aufs neue nach Delphi wandte. Da befahl Apollon dem Orestes, das Bild der Artemis aus Taurin zu holen. In Begleitung des Pylades ging er dahin. Bei ihrer Ankunft wurden beide ergriffen und sollten nach Landesbrauch als Fremdlinge durch Iphigeneia, der Schwester des Orestes und Priesterin der Artemis, geopfert werden. Aber die Schwester erkannte den Bruder, entwendete mit List das Bild der Artemis und entkam mit Orestes und Pylades glücklich in die Heimat.
Zuletzt lebte Orestes nach Tötung des Aletes als König von Mykene, Argos und Sparta, vermählt mit Hermione, der Tochter des Menelaos, welche ihm den Tisamenos gebar.
Seinen Tod soll er in hohem Alter durch einen Schlangenbiss in Arkadien gefunden haben.
Orion
In der griech.-röm. Sage ein riesenhafter Jäger und Held.
Sohn des Hyrieus, nach anderen des Poseidon und der Euryale oder ein Erdgeborener.
Von Poseidon war ihm die Gabe verliehen, über und durch das Meer hinzuschreiten.
Als er einst nach Chios kam, das er von wilden Tieren reinigte, verliebte er sich in die Tochter des Oinopion, Mairo, und bemächtigte sich ihrer mit Gewalt. Dafür blendete Oinopion den Trunkenden. Orion aber schritt, mit Kedalion, einem Gesellen des Hephaistos, auf den Schultern, gegen Sonnenaufgang, wo er an den Strahlen der Sonne sein Augenlicht wieder entzündete. Nun kehrte er, um Rache an Oinopion zu nehmen, nach Chios zurück, fand diesen aber nicht, da er in einem unterirdischen Gebäude versteckt war.
Die Veranlassung zu seinem Tode wird verschieden erzählt. Nach Homer erlegte ihn Artemis mit ihren Pfeilen, weil ihn Eos seiner Schönheit wegen entführt hatte. Nach einer anderen Sage fand er seinen Tod durch den Stich eines Skorpions, den nach der einen Überlieferung die Erdgöttin sandte, weil er sich gerühmt hatte, kein Tier auf der Erde könne seinen Pfeilen entgehen, nach einer anderen Artemis, weil er in Liebe zu ihr entbrannte. Asklepios wollte ihn von den Toten erwecken, wurde aber selbst von Zeus durch einen Blitzstrahl getötet. Nach seinem Tod ward Orion nebst seinem Hund Sirios and den Himmel versetzt.
Orion gehörte zu jenen Helden, die ihre Beschäftigung auch nach dem Tode in der Unterwelt fortsetzten.
Orpheus Bild
In der griech.-röm. Sage ein Sänger und Argonaut.
Sohn des Apollon und der Kalliope oder des Oiagros und Gatte der Eurydike.
Durch die Macht seines Gesanges und Saitenspiels konnte er die wildesten Tiere bezähmen und selbst Bäume und Felsen bewegen.
Als ihm seine durch den Biß einer Schlange tödlich verwundete Gattin Eurydike entrissen worden war, stieg er selbst in die Unterwelt hinab. Durch seine Klagelieder gerührt gestattete ihm Hades, die Geliebte wieder auf die Oberwelt zurückzuführen; da aber Orpheus gegen das ausdrückliche Verbot des Hades sich nach Eurydike umschaute, wurde sie ihm für immer entrissen.
Auch an der Fahrt der Argonauten soll er teilgenommen haben und später, da er sich dem wilden orgiastischen Kult des Dionysos widersetzte, von wütenden Bacchantinnen zerissen worden sein; sein Haupt und seine Leier sollen nach einer Sage durch das Meer nach der Insel Lesbos, später einem Hauptsitz der lyrischen Poesie, geschommen sein.
Sein Lehrer war Linos.
Orseis
In der griechischen Sage eine Nymphe.
Mutter des Aiolos und des Xuthos.
Orsilochos
In der griechischen Sage Held vor Troja auf griechischer Seite.
Sohn des Diokles.
Orthanes
In der griechischen Sage ein Dämon.
Er erscheint neben Aphrodite.
Orthros
In der griechischen Sage "das Morgengrauen", der zweiköpfige Wachhund des Geryones.
Sohn des Typhon und der Echidna.
Orylos
In der griechischen Sage König von Elis.
Sohn des Hämon und Nachkomme des Oineos von Kalydon.
Orylus
Römischer Name des Orylos der griechischen Mythologie.
Ossa
Griechische Göttin des Gerüchtes.
Jüngste Tochter der Gaia.
Die Erde (Gaia) gebar sie, um sich wegen Niederwerfung ihrer Söhne, der Titanen und Giganten, an den Göttern zu rächen.
Ovid beschreibt ihren Palast mit tausend Öffnungen und aus tönendem Erz gemacht.
Ostasos
In der griechischen Sage ein Titane.
Otos
In der griechischen Sage ein Aloidae.
Otrera
In der griechischen Sage Mutter der Penthesileia.
Otreus
In der griechischen Sage König von Phrygien.
Otus
Römischer Name des Otos der griechischen Mythologie.

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