Griechische und Römische Götter und Sagengestalten, von Oceanus bis Ödipus


Startseite * A B C D E F G H I J K L M N O
Oceanus ... Ödipus
Oiagros ... Oionos
Okaleia ... Öonus
Orcus ... Otus
P Q R S T U V W X Z

O

Oceanus
Röm. Meeresgott. Mit dem griechischen Okeanos gleichgestellt.
Ödipus
Römischer Name des Oidipus der griechischen Mythologie.
Odysseus Bild
In der griechischen Sage König von Ithaka und Held vor Troja auf griechischer Seite.
Sohn des Laertes und der Antikleia, Nachfahre des Aiolos von Thessalien, Gatte der Penelope und Vater des Telemachos, des Telegonos, des Euryalos, des Nausinoos, des Nausithoos und der Kassiphone. Schützling der Athene. Freund des Mentor und des Leukos und drei seiner Gefährten waren Elphenor, Perimedes und Eurylochos.
Auf einem Besuch bei seinem Großvater Autolykos erhielt er auf der Jagd ein Wunde am Knie, an deren Narbe ihn später seine Amme Eurykleia wiedererkannte.
Zum Zuge gegen Troja vermochte ihn Agamemnon nur mit Mühe zu überreden. Er versuchte vorher die Auslieferung der Helena in Güte zu bewerkstelligen und reiste deshalb nach Troja; allein vergebens. Odysseus nahm nun mit zwölf Schiffen als Führer der Kephallenier teil. Mit Diomedes vereinigt, tötete er den Dolon und den Thrakerfürsten Rhesos, auch entführte er mit ihm nach späterer Sage das Troja schützende Palladium aus der Stadt. Er vermittelte zwischen Agamemnon und Achilleus und gewann nach des letztern Tod dessen Waffen, weshalb Aias {der Große} sein Feind wurde. Unter Führung des Odysseus stiegen die Helden in das hölzerne Pferd, aus welchem er mit Menelaos zuerst zu schwerem aber siegreichem Kampf nach der Wohnung des Deiphobos eilte.
Nach dem Fall Trojas irrte er bei seiner Heimfahrt 10 Jahre auf dem Meer herum, da er die Hilfe der Götter am Sieg über Troja verleugnete.
Zuerst wurde er an die thrazische Küste zu den Kikonen verschlagen, wo er 72 Gefährten verlor. Dann kam er zu den Lotophagen an der libyschen Küste, dann zu den Kyklopen. Hier verzehrte Polyphemos sechs Gefährten des Odysseus, und dieser entging dem selben Geschick nur dadurch, dass er Polyphemos berauschte und ihn im Schlaf seines einzigen Auges beraubte, weshalb nun Odysseus von Poseidon, dem Vater des Polyphemos, verfolgt wurde. Odysseus gelangte zur Insel des Aiolos, der ihm einen Schlauch, in welchem er die Winde eingeschlossen hatte, mitgab. Als Odysseus' Gefährten diesen Schlauch, bereits im Angesicht der Küste von Ithaka, öffneten, wurden die Schiffe mit Gewalt zurückgeworfen und kamen, von Aiolos jetzt zurückgewiesen, zu den menschenfressenden Laistrygonen, vor denen sich Odysseus nur mit einem einzigen Schiff rettete. Hierauf führte ihn sein Geschick zur Insel der Zauberin Kirke, die ihn lange zurückhielt und ihm endlich auftrug, in das Reich des Hades zu segeln, um dort den Teiresias zu befragen, wie er in seine Heimat zurückkehren könne. Dies tat er, kehrte dann zu Kirke zurück, segelte hierauf zur Insel der Sirenen und geriet zwischen die Skylla und Charybdis, wo er wiederum sechs Gefährten verlor. Dann landete er an der Insel des Helios, Thrinakia, wo seine Gefährten, während er schlief, vor Hunger Stiere von der Herde des Gottes schlachteten, trotzdem sie Teiresias ausdrücklich davor gewarnt hatte. Dafür wurde sein Schiff auf der Weiterreise von Zeus durch einen Blitzstrahl zerschmettert und alle Gefährten getötet. Ganz alleine kam Odysseus auf den Trümmern seines Schiffes auf der Insel Ogygia an, wo ihn die Nymphe Kalypso gut aufnahm und sieben Jahre bei sich zurückhielt. Vergeblich versprach sie ihm Unsterblichkeit und ewige Jugend, falls er bei ihr bliebe. Endlich, als Hermes ihr den Willen der Götter, dass Odysseus heimkehre, verkündigt hatte, baute dieser sich ein Floß und fuhr fort. Aber Poseidon sendete Sturm, infolgedessen die Wellen ihn davon herabschleuderten. Schwimmend erreichte er, vom Schleier der Leukothea getragen, das Ufer des Phaiakenlandes Scheria. Hier traf ihn die Königstochter Nausikaa, von der er zu ihrem Vater Alkinoos geführt wurde, der ihn gastlich aufnahm und reich beschenkt in die Heimat sandte. Im Schiff eingeschlafen, langte er endlich nachts in Ithaka nach 20jähriger Abwesenheit wieder an. Von Athene in die Gestalt eines alten Bettlers verwandelt, suchte er unerkannt den ihm treu ergebenen Sauhirten Eumaios auf. Bei ihm verabredete er mit seinem Sohn Telemachos den Mord der Freier, welche sich um die Hand seiner Gattin beworben und sein Hab und Gut verprasst hatten. Von Telemachos und den beiden Hirten Eumaios und Philoitios unterstützt, trug er in dem ungleichen Kampf den Sieg davon. Dann erst gab er sich seiner treuen Gattin Penelope zu erkennen.
Von seiner späteren Lebenszeit erzählt Homer nur die Weissagung des Teiresias, nach der ihm ein sanfter Tod in hohem Alter bevorstand. Nach einer späteren, von Eugammon in seiner Theogonie behandelten Sage wurde er von seinem und der Kirke Sohn Telegonos, der, seinen Vater suchend, auf Ithaka gelandet war, im Kampf, da beide einander nicht kannten, durch einen Rochenstachel getötet.

Startseite * A B C D E F G H I J K L M N O
Oceanus ... Ödipus
Oiagros ... Oionos
Okaleia ... Öonus
Orcus ... Otus
P Q R S T U V W X Z

Backnang