Griechische und Römische Götter und Sagengestalten, von Hades bis Harpyien


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Hades Bild
Griech. "der Unsichtbare", Gott der Unterwelt.
Dritter Sohn des Kronos und der Rheia und Gatte der Persephone.
Er bekam nach der Titanomachie die Unterwelt zu geteilt. Dort, tief unter der Oberfläche der Erde, thront er als Herrscher über die Verstorbenen und heißt daher auch der unterirdische Zeus. So weit unter seiner Wohnung, als der Himmel über der Erde erhaben ist, liegt der Tartaros, mit eisernen Toren verschlossen.
Hades ist furchtbar und schrecklich, durch Bitten und Schmeicheln nicht zu erweichen; nur dem Orpheus gelang es durch die Gewalt seines Gesanges, ihn zur Rückgabe der Eurydike zu bewegen.
Hades fährt auf einem von vier schwarzen Rossen gezogenen Wagen, die er mit goldenem Zügel lenkt. Sein Helm, den ihm die Kyklopen gearbeitet haben, macht unsichtbar. Die Erinnyen und Charon dienen ihm. Mit den drei Totenrichtern Aiakos, Minos und Rhadamanthys richtet er über alle Taten der Sterblichen, besonders rächt er die Meineide und vollzieht Flüche der Menschen.
Nur zweimal kam er auf die Oberwelt herauf: beim Raub der Persephone und nach dem Kampf mit Herakles, welcher den Kerberos entführen wollte. Von dem Heros durch einen Pfeil an der Schulter verwundet, eilt er nach dem Olymp, um sich von Paian heilen zu lassen.
Seine Attribute sind das Königszepter und der Kerberos.
Etwa seit dem 5. Jahrh. v. Chr. wurde durch die Verbindung mit Persephone das ganze Wesen des Gottes umgebildet. Aus dem durchaus unfruchtbaren Todesgott wird ein die Saatfrucht aufnehmender und Getreidesegen spendender Gott, aus Hades wird der Reichtumspender Pluton, der als Attribut das Füllhorn führt.
Hades
In der griechischen Sage die Unterwelt, das Reich des Unterweltgottes Hades.
Haimon
In der griechischen Sage Sohn des Kreon von Theben und Verlobter der Antigone.
Tötete sich selbst mit einem Schwert, als Antigone lebendig begraben wurde.
Haimos
In der griechischen Sage König von Thrazien.
Sohn des Boreas und der Oreithyia, Gatte der Rhodope und Vater des Hebros.
Wird gemeinsam mit seiner Gattin in ein Gebirge verwandelt, weil sie sich Zeus und Hera nannten.
Hairo
= Mairo
Halia
In der griechischen Mythologie "die Meeresbewohnerin", eine der 50 Nereiden.
Schwester der Telchinen und Mutter der Rhodos.
Halimede
In der griechischen Mythologie 'die Rat wissende Meergöttin', eine Nereide.
Halkyone
= Alkyone
Hamadryaden
= Dryaden
Harmonia
Griechische Göttin der Eintracht.
Tochter des Ares und der Aphrodite, Gattin des Kadmos von Theben und Mutter des Polydoros, der Autonoe, der Ino, der Semele, des Illyrios und der Agaue.
Bei ihrer Vermählung mit Kadmos waren alle Götter zugegen. Kadmos gab ihr als Brautgeschenk ein Gewand (Peplos) und ein von Hephaistos verfertigtes unheilvolles Halsband. Dessen Wirkung empfanden zuerst Harmonia und Kadmos selbst, indem beide, als sie nach einem langen unglücklichen Leben nach Illyrien gegangen waren, in Schlangen verwandelt wurden. Hierauf empfand die Wirkung des Halsbandes Amphiaraos und seine Gattin Eriphyle, welche von ihrem Sohn Alkmaion ermordet wurde. Dieser gab es an Phegeus' Tochter Arsinoe, hernach an des Acheloos Tochter Kallirrhoe. Nachdem Alkmaion selbst sowie Phegeus und seine Söhne Opfer des Halsbandes (und Peplos) geworden waren, wurde es von Alkmaions Söhnen als Weihgeschenk zu Delphi niedergelegt. Allein hier soll noch Unglück von ihm ausgegangen sein, als sich die Führer im sog. Heiligen Krieg an den Kostbarkeiten in Delphi vergriffen.
Harpalykos
In der griechischen Sage Lehrer des Herakles.
Lehrte Herakles die Kunst des Ringens und des Faustkampfes.
Harpalykus
Röm. Name des Harpalykos der griechischen Mythologie.
Harpinna
In der griech.-röm. Sage eines der beiden Rosse des Oinomaos von Elis, die schneller als der Nordwind sind.
Harpyien
In der griech.-röm. Sage gräßliche Sturmdämonen in Gestalt vogelartiger Mädchen. Dazu gehören Aello, Podarge, Okypete und Kelaino.
Töchter des Thaumas und der Elektra.
In der Ilias, wo die Harpyie Podargo dem Zephyros die windschnellen Rosse des Achilleus gebiert, heißt es von ihnen, dass sie Sterbliche zu den Erinnyen entraffen. Nach Hesiod, bei dem sie Aello und Okypete heißen, sind sie Töchter des Thaumas und der Elektra, Schwestern der Iris, geflügelt und schneller als der Wind. Als grauenerregende Wesen erscheinen sie in der Geschichte des blinden Phineus, dem sie das Essen vom Tisch rauben. Virgil, bei dem die eine der Harpyien Kelaino heißt, versetzt ihre Wohnung auf die Strophadischen Inseln, bis wohin sie nach Apollodorus die Söhne des Boreas verfolgt hatten, in einer anderen Stelle an den Eingang der Unterwelt. Vor dem Tode durch die Boreaden wurden sie durch die Bitten der Iris oder des Hermes, welcher ihnen als Windgott und Seelenführer nahe steht, bewahrt.

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