Griechische und Römische Götter und Sagengestalten, von Giganten bis Glaukus


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Giganten
In der griech.-röm. Sage wilde, rauflustige, den Göttern verhasste Riesen mit schrecklichen Gesichtern, langen Haaren und Bärten und geschuppten Drachenschwänzen statt Füße. Dazu gehörten Pallas, Typhoeos, Enkelados, Rhökos, Porphyrion, Peloros, Alkioneos, Eurytos, Klytios, Polybotes, Hippolytos und Alkyoneus.
Söhne des Uranos und der Gaia.
Sie entstanden als die Blutstropfen des Uranos bei seiner Entmannung durch Kronos auf Gaia vielen. Sie sollten Zeus und die übrigen Götter bekämpfen. In den Phlegräischen Gefilden, die in der Regel in vulkanische Gegenden versetzt werden, bestürmten sie mit Felsblöcken und brennenden Eichenstämmen den Olymp. Es entstand ein furchtbarer Kampf, die Gigantomachie, in welchem aber endlich, nachdem Herakles zu Hilfe gekommen, die Götter den Sieg davon trugen.
Schon früh wurden die Giganten mit den Titanen, später auch mit anderen riesigen Ungeheuern, wie mit Typhon, den Aloaden und Hekatoncheiren verwechselt und vermischt.
Gigantomachie Bild
In der griech.-röm. Sage Kampf der Giganten gegen Zeus.
Gigas
In der griech.-röm. Sage schlangenfüssiger Riese.
Glauce
Römischer Name der Glauke der griechischen Mythologie.
Glauke
In der griechischen Sage "Glänzende", Tochter des Kreon von Korinth und zweite Gattin des Iason.
Sie starb, als sie das, von Medeia, der ersten Gattin Iasons, erhaltene vergiftete Gewand und Diadem anlegte.
Glauke
In der griechischen Sage Tochter des Kychreus von Salamis und Gattin des Telamon von Salamis.
Glauke
In der griechischen Mythologie 'die Meeresgrüne', eine Nereide.
Glaukon
= Glaukos (der Sohn des Minos)
Glaukonome
In der griechischen Mythologie 'die im Meeresgrün Wohnende', eine Nereide.
Glaukopis
In der griechischen Mythologie Beiname der Athene.
Glaukos
In der griechischen Sage Held vor Troja auf trojanischer Seite.
Sohn des Hippolochos.
Unter Sarpedon war er Führer der Lykier, die dem Priamos zu Hilfe gezogen waren. Bei seiner Begegnung mit Diomedes auf dem Schlachtfeld erinnern sich beide an die von alters her zwischen ihren Geschlechtern bestehende Gastfreundschaft und tauschen zum Zeichen der Freundschaft die Waffen. Glaukos empfängt dabei für seine goldene eine eherne Rüstung. Er wird später von Teukros verwundet, von Apollon wieder geheilt und endlich vom Telamonier Aias {der Große} getötet. Sein Leichnam wurde von dem Scheiterhaufen auf Befehl des Apollon durch die Winde nach Lykien gebracht und dort bestattet.
Glaukos
In der griechischen Sage König von Korinth.
Sohn des Sisyphos von Korinth und der Merope, Gatte der Eurymede und Vater des Bellerophon, der Leda.
Bei den Leichenspielen zu Ehren des Pelias wurde er von Lolaos mit dem Vierergespann besiegt und darauf von seinen eigenen Pferden zerrissen.
Glaukos
In der griechischen Sage Sohn des Minos von Kreta und der Pasiphae.
Er fiel auf der Jagd nach einer Maus oder beim Ballspiel in ein Honigfass und erstickte. Minos befahl dem Seher Polyeidos aus Argos, den Sohn zu suchen. Von Vögeln wird diesem der Weg gezeigt. Da er aber den gefundenen Leichnam nicht wieder zu beleben vermag, wird er vom König in das Grabmal des Sohnes mit eingeschlossen. Er hatte jedoch gesehen, wie eine Schlange, die von ihm erschlagen war, durch eine andere mit einem wunderkräftigen Kraut wieder lebendig gemacht wurde. Er ruft nun durch das gleiche Mittel den Glaukos ins Leben zurück, und beide werden aus dem Grabmal befreit.
Glaukos Pontios
Griech. weissagender Meergott.
Vater der Deiphobe.
Er war, wie man erzählt, ursprünglich ein Fischer aus der böotischen Stadt Anthedon. Als er einst sah, dass gefangene Fische durch Berührung oder den Genuss eines Krautes wieder auflebten, aß er selbst von dem Wunderkraut und stürzte sich, von göttlicher Begeisterung erfüllt, sogleich in das Meer. Nach anderer Überlieferungen tat er dies aus Verzweiflung darüber, dass ihm zur Unsterblichkeit nicht auch ewige Jugend verliehen war, oder aus Verdruss, weil er die Zweifel, die andere betreffs seiner Unsterblichkeit hegten, nicht widerlegen konnte. Er ward zum Meergott.
Er wird dargestellt mit weißem schilfbekränzten Haar, am Leibe mit Muscheln, Meergras und Steinen bedeckt und mit großem Fischschweif.
Glaukus
Römischer Name des Glaukos der griechischen Mythologie.

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