Griechische und Römische Götter und Sagengestalten, von Diokles bis Dämonen


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D

Diokles
In der griechischen Sage Vater des Krethon und des Orsilochos.
Diomeda
In der griechischen Sage Mutter des Hyakinthos, Gespielin der Briseis.
Wurde von Achilleus als Kriegsbeute entführt.
Diomedes
In der griech.-röm. Sage grausamer König der Bistonen.
Sohn des Ares und der Kyrene.
Besitzer der menschenfressenden Stuten Deinos, Lampon, Pordagos und Xanthos (1). Herakles gelang es, sie zu bezwingen und sie zu Eurystheus zu bringen, nachdem er Diomedes überwältigt und seinen Stuten zum Fraß vorgeworfen hatte.
Diomedes
In der griech.-röm. Sage König von Thrakien und Held vor Troja auf griechischer Seite. Ein Epigone.
Sohn des Tydeus und der Deipyle und Gatte der Aigialeia und der Euippe.
Er zog mit 80 Schiffen vor Troja und zeichnete sich, als sich Achilleus vom Kampf zurückgezogen, vor allem durch seine stürmische Tapferkeit aus. Unter dem Beistand der Athene verwundete er sogar Ares und Aphrodite. Mit Odysseus tötete er den trojan. Späher Dolon und den Rhesos, dessen Rosse ihm zufielen, und raubte nach der nachhomerischen Dichtung das Palladium. Nach der epischen Dichtung war er es, der den Philoktetes und die zur Eroberung von Troja notwendigen Geschosse des Herakles von der Insel Lemnos holte. Er befand sich mit im hölzernen Pferd und tötete bei der Eroberung der Stadt Kassandras Freier Koroibos. Von Troja zurückgekehrt, fand er seine Gemahlin in ehebrecherischem Umgange, mußte fliehen und wurde nach Apulien verschlagen, wo er des Königs Daunus Tochter Euippe heiratete. Er soll dann in Apulien mehrere ital. Städte gegründet haben. Zuletzt verschwand er auf einer der Diomedeischen Inseln, während seine um ihn trauernden Gefährten in Vögel verwandelt wurden.
Dione
In der griech.-röm. Sage eine Titanin.
Gattin des Zeus und Mutter der drei Kinder des Tantalos (1) und in manchen Sagen Mutter der Aphrodite.
Dionysos Bild
Griech. "Sohn des Zeus". Gott der Vegetation, des Weines, des Rausches und des Theaters. Gehört zu den Olympiern.
Sohn des Zeus und Semele oder der Demeter, Gatte der Ariadne und Vater des Priapos.
Nach anderen ist er ein Sohn des Himmelsgottes und der von ihrem Gemahl im Gewitterregen befruchteten Erdgöttin.
Die poetisch umgebildete Sage macht ihn dann zum Sohn der thebanischen Königstochter Semele, welche ihn von Zeus empfing, aber, da sie, durch den hinterlistigen Rat der Hera verleitet, den Zeus veranlasst, in seiner göttlichen Majestät, unter Blitz und Donner, sich ihr zu nahen, noch vor der Geburt des Kindes den Tod fand. Zeus selbst soll hierauf die noch unreife Frucht in seine Hüfte verschlossen haben und das nach erlangter Reife gewissermaßen zum zweitenmal geborene Kind durch den Götterboten Hermes den Nymphen zur Pflege und Erziehung übergeben haben.
Die Orphiker bildeten die Mythen vom Tod des Gottes und seiner Rückkehr ins Leben in mythischer Weise aus und um. Sie erzählten, dass Dionysos von den Titanen zerrissen, dann aber, da Zeus das Herz verschlungen oder der Semele gegeben habe, von neuem zur Welt gekommen sei.
Dionysos ist auch der Geist des Wachstums, die Kraft, welche das Grünen des Baumes, das Hervorsprießen der jungen Pflanzen bewirkt. Er wohnt in der Blume, im Baum, besonders aber ist er im niemals verwelkenden Efeu wirksam, mit dem er sich bekränzt, und im Wein, bei dessen Genuss man von der Macht der zuweilen auch Wahnsinn sendenden Gottheit erfüllt zu sein glaubt. Ursprünglich liegt den Sagen vom Leiden und Sterben des Gottes und seiner Rückkehr ins Leben zunächst das Werden und Vergehen der Vegetation im Laufe des Jahres zu Grunde.
Auf seinen weiten Wanderzügen ist er umgeben von Satyrn, Silenen und schwärmerisch begeisterten weiblichen Wesen (Mainaden und Thyiaden) (siehe Thiasos).
Diores
In der griechischen Sage Vater des Automedon.
Dioskuren
In der griech.-röm. Sage "Söhne des Zeus". Die beiden Zwillingshelden Kastor und Polydeukes (röm. Castor und Pollux).
Söhne des Zeus und der Leda und Vetter der Aphariden (Lynkeus und Idas)..
Als wegen der von den Dioskuren und den Aphariden gemeinsam geraubten Töchter des Leukippos, der Leukippiden, nach anderen über eine gemeinschaftlich geraubte Rinderherde, zwischen den beiden Zwillingspaaren Streit ausbrach, verbargen sich die Dioskuren in einer Eiche, wurden aber von dem luchsäugigen Lynkeus erspäht und Kastor von Idas getötet, während Polydeukes den Lynkeus erlegte und ein Blitzstrahl des Zeus den Idas erschlug. Zeus gewährte darauf den Bitten des unsterblichen Polydeukes, daß beide Brüder je einen Tag im Olymp, den anderen in der Unterwelt zubringen durften.
Die Sage berichtet auch von der Teilnahme der Dioskuren am Zug der Argonauten und an der Jagd nach dem Kalydonischen Eber, namentlich aber von ihrem Zug gegen Theseus, der ihre Schwester Helena geraubt und nach Attika gebracht haben soll.
Später wurden sie als Sternbild an den Himmel versetzt.
Dira
In der römischen Mythologie "die Furchtbare". Eine der drei Furien.
Dirke
In der griechischen Sage die böse Gattin des Lykos von Theben.
Hielt Antiope gefangen und peinigte sie. Zu Strafe banden sie die Söhne Antiope's, Amphion von Theben und Zethos, an die Hörner eines Stiers, welcher sie durchs Gebirge schleifte, bis sie von Dionysos in eine Quelle verwandelt wurde.
Dithyrambos
In der griechischen Mythologie Beiname des Dionysos.
Dius Fidius
= Fidius
Dolionen
In der griech.-röm. Sage friedfertige Menschen mit sechs Armen. Dazu gehören u.a. Kyzikus und Clite. Stammen von Poseidon ab.
Dolon
In der griechischen Sage ein Späher der Trojaner.
Er wurde von Diomedes und Odysseus vor Troja getötet.
Doris
In der griechischen Sage eine Okeanide.
Gattin des Nereus und Mutter der Nereiden und der Amphitrite.
Doris
In der griechischen Mythologie eine Nereide.
Doros
In der griechischen Sage Bruder des Aiolos und des Xuthos.
Doros
In der griechischen Sage Sohn des Xuthos und der Kreusa.
Dorus
Der griechischen Mythologie des Doros.
Doto
In der griechischen Mythologie 'die Schenkende', eine Nereide.
Dryaden
In der griech.-röm. Mythologie "Eiche". Die Baum- und Waldnymphen (Syrinx, Eurydike); Schutzgöttinnen der Bäume.
Töchter des Uranos und der Gaia.
Entstanden als die Blutstropfen des Uranos bei seiner Entmannung durch Kronos auf Gaia vielen. Aus ihnen enstanden später die Menschen. Wenn ihr Baum verdorrt sterben sie.
Dryas
In der griech.-röm. Sage tapferster der Lapithen.
Vater des Lykurgos.
Dymas
In der griechischen Sage König von Phrygien.
Vater der Hekabe.
Dynamene
In der griechischen Mythologie eine Nereide.
Dysnomia
In der griechischen Sage die Ungesetzlichkeit. Ihre Begleiterin ist Ate.
Dädalus
Römischer Name des Daidalos der griechischen Mythologie.
Dämonen
In der griechischen Sage die Götter, oder Wesen, die zwischen Göttern und Menschen stehen.
Homer nennt vorzugsweise die Götter Dämonen, und dämonisch ist ihm gleichbedeutend mit göttlich. Hesiod versteht unter den Dämonen Schutzgeister, welche die Seelen der Menschen aus dem goldenen Zeitalter sein sollen. Der Mensch erhält einen solchen, oder auch einen guten (Agathodaimon) und einen bösen Dämon (Kakodaimon) zugleich, sofort bei seiner Geburt (vgl. Genius).
Sonst treten vielfach Dämonen als niedere, dienende Gestalten neben den Hauptgöttern auf, indem sie meist besondere Seiten von deren Wesen in sich verkörpern, wie Hymenaios, Tychon, Orthanes und Konisalos neben Aphrodite, Akratos neben Dionysos, die Korybanten neben Rheia, Deimos und Phobos neben Ares erscheinen.
Später gelten die göttlich verehrten Geister aller Verstorbenen als Dämonen.
Nach Plato steht das Dämonische in der Mitte zwischen Gott und Menschen; die Dämonen sind ihm übermenschliche Wesen, welche auf die Schicksale der Menschen Einfluss üben.
Aristoteles scheidet die Unsterblichen in Götter und Dämonen, die Sterblichen in Heroen und gewöhnliche Menschen.

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