Griechische und Römische Götter und Sagengestalten, von Demeter bis Diktys


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D

Demeter
Griechische Göttin der Saaten und der Fruchtbarkeit; mütterliche Erdgöttin.
Tochter des Kronos und der Rheia, Gattin des Iasios, Geliebte des Zeus und Mutter des Arion, des Dionysos, der Persephone und des Plutos.
Den Mittelpunkt ihres Sagenkreises bildet die Sage von der gewaltsamen Entführung ihrer Tochter Persephone durch Hades, den Gott der Unterwelt, welcher plötzlich aus dem Erdboden emportauchend, das Mädchen, während es auf einer blühenden Aue mit Gespielinnen Blumen pflückte, auf seinen Wagen gehoben und in sein dunkles Reich hinabgeführt haben soll. Neun Tage lang irrte die Mutter jammernd und in Trauerkleidern auf der ganzen Erde umher, bis sie von dem allsehenden Helios über das Schicksal ihrer Tochter Auskunft erhielt; da mied sie den Olymp und verbarg sich erzürnend in eine Einöde (oder in unscheinbarer Gestalt als Dienerin bei Menschen), so dass die Erde keine Frucht mehr trug, bis Zeus bestimmte, dass Persephone, die durch den Genuss einiger Kerne von einem Granatapfel bereits als Gemahlin Hades der Unterwelt verfallen war, einen Teil des Jahres (Frühling und Sommer) auf die Oberwelt zur Mutter zurückkehren, den anderen (die Wintermonate, während deren die Vegetation erstorben ist) bei dem Gemahl im Hades verweilen sollte.
Als Liebling der Demeter und Vermittler ihrer Gaben für die Menschen wird Demophon bezeichnet.
Demonassa
In der griechischen Sage Gattin des Poias und Mutter des Philoktetes.
Demophon
In der griechischen Sage Liebling der Demeter und Vermittler ihrer Gaben für die Menschen.
Sohn des Keleos von Eleusis und der Metaneira.
Ihn pflegte Demeter, als sie ihre Tochter Persephone suchend auf der Erde weilte, in Gestalt einer alten Frau und würde ihn durch Ambrosia und Läuterung im Feuer unsterblich gemacht haben, wenn sie nicht durch Demophons Mutter Metaneira belauscht und gestört worden wäre. Demeter gab ihm auch einen mit geflügelten Drachen bespannten Wagen, mit dem er über die Erde fuhr, um den von der Göttin empfangenen Getreidesamen auszustreuen.
Später wurde Demophon in der eleusinischen Sage von Triptolemos verdrängt, und man erzählte, dass Demophon bei der Läuterung im Feuer verbrannt sei.
Demophon
In der griech.-röm. Sage König von Athen und Held vor Troja auf griechischer Seite.
Sohn des Theseus von Athen und der Phaidra oder der Ariadne.
Als Menestheos sich der Herrschaft über Athen bemächtigt hatte und Theseus selbst nach der Insel Skyros ging, sandte er seine Söhne Demophon und Akamas nach Euböa. Von dort zogen sie in den Krieg gegen Troja, wo sie nach der Zerstörung der Stadt Theseus' Mutter Aithra wiederfanden. Demophon und Akamas kehrten nach Athen zurück und teilten sich, da Menestheos vor Troja gefallen war, die Herrschaft.
Deneos
In der griechischen Sage König von Ätolien.
Deo
Griechische Göttin der Fruchtbarkeit.
Deukalion
In der griech.-röm. Sage König von Kreta. Sohn des Minos von Kreta und Vater des Idomeneus von Kreta.
Deukalion
In der griech.-röm. Sage Sohn des Prometheus und der Pandora, Gatte der Pyrrha und Vater des Hellen, des Amphiktyon und der Protogeneia.
Als Zeus das Menschengeschlecht durch Wasser zu vertilgen beschlossen hatte, verfertigte Deukalion auf den Rat seines Vaters einen hölzernen Kasten, in welchem er mit seiner Gattin während der neuntägigen Sintflut auf dem Gewässer umhergetrieben wurde und endlich, als sich das Wasser verlief, auf einem Berg landete. Um die Erde wieder zu bevölkern, erhielt er von Zeus oder Themis den Rat: er und Pyrrha sollten die Gebeine ihrer Mutter hinter sich werfen. Diesen dunklen Ausspruch deuteten sie dahin, dass ihre Mutter die Erde sei und ihre Gebeine die Steine seien. Aus den von Deukalion geworfenen Steinen wurden Männer, aus den von Pyrrha geworfenen Frauen.
Dia
In der griechischen Sage Tochter des Deioneus, Gattin des Lapithenköngs Ixion und Mutter des Lapithenkönigs Peirithoos und des Pittheus von Trözen.
Diana Bild
Röm. (altital.) Göttin der Jagd. Mit der griechischen Artemis gleichgesetzt.
Dido Bild
In der griech.-röm. Sage Gründerin und Königin von Karthago.
Tochter des Mutto von Tyrien, Schwester der Anna und des Pygmalion von Kypros und Gattin des Sicharbas.
Ihr Bruder Pygmalion tötet ihren Gemahl, worauf Dido mit dessen Schätzen, begleitet von vielen Tyriern, entfloh, um einen neuen Wohnsitz zu suchen. Sie landete in Afrika, unweit von der schon bestehenden phöniz. Stadt Ityke (Utika), und baute auf dem den Eingeborenen abgekauften Boden eine Burg Byrsa (das Fell). Die Bedeutung dieses Wortes wurde durch die Sage so erklärt: Dido habe so viel Land gekauft, wie mit einer Rindshaut belegt werden könne, dann aber listig die Haut in dünne Streifen zerschnitten und damit einen weiten Raum umgrenzt. An die Burg schloss sie hierauf die Stadt Karthago an. Hier ward Dido nach ihrem Tode, den sie sich selbst auf dem Scheiterhaufen gab, um dem Begehren des Nachbarkönigs Hiarbas nach ihrer Hand zu entgehen, göttlich verehrt.
Virgil läßt den Äneas zur Dido kommen und gibt dessen Untreue als die Ursache ihres Todes an.
Dido
In der griech.-röm. Sage Tochter des Belos.
Dike
Griech. "die Gerechtigkeit", Göttin der vergeltenden, insbesondere der strafenden Gerechtigkeit. Eine der drei Horen.
Sie verließ im ehernen oder im eisernen Zeitalter die Erde, auf der sie bis dahin gewohnt hatte. Seit dieser Zeit glänzt sie unter dem Namen der Jungfrau als Sternbild im Tierkreis.
Diktynna
= Britomartis
Diktys
In der griech.-röm. Sage ein Kentaur.
Diktys
In der griech.-röm. Sage König von Seriphos (oder ein Schiffer?).
Bruder des Polydektes von Seriphos.

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