In der röm. (altital.) Sage ein riesenhaftes flammenspeiendes Ungeheuer.
Sohn des Vulkan.
Er raubte dem Herkules bei dessen Durchzug durch Italien einen Teil der Rinder, welche diese dem Geryon abgenommen hatte, und zog sie, um den Suchenden zu täuschen, rückwärts an den Schwänzen in seine Höhle, wurde aber durch das Gebrüll der Rinder verraten und von Herkules erschlagen.
Röm. weissagende Quellgöttin.
Später auch als Geburtsgöttin verehrt. Carmenta Prorsa oder Porrima und Carmenta Postverta, wurden als Göttin der Kopf- und Steißgeburt verehrt, während eine spätere Deutung aus ihnen Schicksalsgöttinnen macht, die das Geschick der Neugeborenen weissagen.
In der röm. Sagengeschichte ist Carmenta die seherische Mutter oder Gemahlin des Evander.
Griechische Göttinnen der Anmut, Heiterkeit und Lieblichkeit, namens Aglaia, Euphrosyne und Thalia.
Töchter des Helios und der Aigle, bei Hesiod des Zeus und der Eurynome. Begleiterinnen der Aphrodite.
Abweichend von der gewöhnlichen Tragition wurden in einigen Gegenden Griechenlands nur zwei Chariten verehrt; so in Sparta, wo sie Kleta und Phaenna, und in Athen, wo sie Auxo und Hegemone genannt wurden. Doch ist diese Angabe wahrscheinlich irrig. Wie es scheint, wurden die Chariten auch in Attika in der Dreizahl verehrt, und führten dort Namen, welche auch den drei Horen beigelegt wurden: Thallo, Auxo und Karpo, während Hegemone ein Name der Hekate war, welche mit den Chariten zusammen verehrt wurde. Die homerischen Poesie hat die Chariten noch in unbestimmter Mehrzahl aufgefasst; eine der "jüngeren Chariten" wird in der Ilias Pasithea genannt.
In der griech.-röm. Sage der Fährmann der Unterwelt, der die Totenseelen über den Acheron setzt.
Sohn des Erebos und der Nyx. Diener des Hades.
Für seine Mühe erhielt er ein Fährgeld, einen Obolos, den man deshalb den Toten in den Mund gab. Wie nach alter Anschauung diejenigen, die auf der Oberwelt keine Begräbnisstätte gefunden hatten, als Schatten an den Ufern des Acheron umherirren mußten, so glaubte man auch, dass die Toten, die keinen Obolos hätten, warten müßten, bis Charon sich erweichen lasse, sie überzusetzen.
In der griechischen Sage ein Schlund in einem Felsen des westl. Meeres, der wasserschlürfend den Schiffen Verderben bringt.
Dreimal am Tag sog er die Meeresflut mit furchtbarer Gewalt ein und warf sie dann wieder aus. Den Schiffer, der von dem Strudel erfasst wurde, vermochte selbst Poseidon nicht zu retten.
In einer Höhle des gegenüberliegenden Felsens hauste die Skylla.