Griechische und Römische Götter und Sagengestalten, von Atalante bis Ätolus


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Atalante Bild
In der griechischen Sage eine kriegerische, männerfeindliche Heldenjungfrau und berühmte Jägerin.
Tochter des Iasios und der Klymene, Gattin (?) des Meilanion und Mutter des Parthenopaios.
Sie wurde von ihrem Vater auf dem Berg Parthenion ausgesetzt, von einer Bärin gesäugt, von Jägern gefunden und erzogen und später ihren Eltern zurückgegeben. Mit ihren Pfeilen erlegte sie die Kentauren Rhoikos und Hylaios, die ihr nachstellten. Sie nahm am Argonautenzug teil und an der Jagd des Kalydonischen Ebers, dem sie die erste Wunde beibrachte, weshalb Meleagros ihr den Kampfpreis, Kopf und Haut des Ebers, darreichte. Lange der Liebe unzugänglich, ward sie endlich von der ausdauernden Liebe des Meilanion besiegt, dem sie den Parthenopaios gebar.
Atalante
In der griech.-röm. Sage Tochter des Schoineus und Gattin des Hippomenes.
Berühmt durch ihre Schönheit und Schnelligkeit, gab sie jedem Freier auf, einen Wettlauf mit ihr zu bestehen, wobei er unbewaffnet sein mußte, während sie mit einem Speer folgte. Holte sie ihn nicht ein, so war sie die Seinige, im Gegenteil war der Tod sein Los. Hippomenes überlistete sie mit Hilfe der Aphrodite. Die Göttin hatte ihm goldene Äpfel gegeben, die er ihr in den Weg warf. Atalante blieb zurück, um sie aufzuheben, und Hippomenes erreichte vor ihr das Ziel. Hippomenes vergaß aber der Aphrodite zu danken; zur Strafe dafür reizte diese ihn zu so heißer Liebe, dass er seine Braut im Heiligtum des Zeus oder der Kybele umarmte. Darüber erzürnt, verwandelte Kybele beide in Löwen.
Ate
Griechische Göttin des Unheils.
Tochter des Zeus und der Eris. Ständige Begleiterin der Dysnomia.
Stürzt, Geist und Gemüt betörent, den Menschen ins Unheil.
Bei des Herakles Geburt hatte sie Zeus zu dem übereilten Schwur verleitet, durch den Herakles dem Eurystheus von Mykene untertan wurde. Dafür schleuderte Zeus sie aus dem Olymp auf die Erde und schwur, daß sie nie dahin zurückkehren sollte. Seitdem durcheilt sie die Erde in ungemessener Schnelle. Aber ihr folgen andere Töchter des Zeus, die Litai, die den Schaden heilen, den Ate verursacht hat.
Athamas
In der griech.-röm. Sage ein König von Böotien.
Sohn des Aiolos von Thessalien, Gatte der Nephele, der Ino und der Themisto und Vater der Helle, des Phrixos, des Learchos und des Melikertes.
Ino, die mit Athamas die Söhne Learchos und Melikertes gezeugt hatte, hasste die Kinder der Nephele, Helle und Phrixos, und veranlasste bei einem durch sie selbst bewirkten Mißwachs, dass sie dem Zeus geopfert werden sollten; Nephele aber entrückte ihre Kinder auf einem Widder mit goldenem Vließ. Athamas und Ino wurden von Hera verfolgt, nach einigen, weil sie den ihnen von Hermes übergebenen Dionysos auferzogen hatten; in Raserei tötete Athamas seinen Sohn Learchos und verfolgte Ino, die sich mit Melikertes ins Meer stürzte. Mit Blutschuld beladen und deshalb aus Böotien flüchtig, begab sich Athamas nach Thessalien, wo er sich mit Themisto vermählte.
Athena
= Athene
Athene Bild
Griechische Göttin der Weisheit und des Verstandes, sowie Göttin des Krieges, des Friedens und der Künste. Gehört zu den Olympiern.
Tochter des Zeus und der Metis.
Der Sage nach hatte Zeus seine erste Gemahlin Metis, als sie noch mit der Athene schwanger war, verschlungen und gebar dann diese selbst aus seinem Haupte, welches ihm Prometheus oder Hephaistos mittels eines Beiles spaltete. Athene sprang in leuchtender Waffenrüstung mit hochgeschwungenem Speere und schon mit der Ägis angetan aus dem Haupte ihres Vaters, indem sie lauten Schlachtruf erschallen ließ.
Als kriegerische Göttin steht sie im trojanischen Krieg auf der Seite der Griechen gegen die Trojaner; doch rächt sie nach der Eroberung Trojas an dem griech. Heere schwer den Frevel des Aias {der Kleine} an Kassandra.
Ihren Lieblingen hilft sie und verleiht ihnen den Sieg, indem sie ihnen nicht bloß Mut und Stärke, sondern auch jene Besonnenheit und Klugheit einflößt, ohne die der Sieg keinen Bestand hat.
Ebenso wurde Athene auch als Göttin der vorzugsweise mit Trompeten und Flöten hervorgebrachten Kriegsmusik sowie als Schutzgöttin des Streitrosses und des Kriegsschiffes verehrt und in verschiedenen Sagen als Erfinderin jener beiden Instrumente genannt.
Aber Athene ist auch Schützerin der klugen und künstlerischen Arbeiten, zunächst des Spinnens und Webens, dann aber auch aller anderen Kunstarbeiten, mögen sie in Ton, Holz oder Erz ausgeführt werden.
Als Göttin der Klugheit, der Besonnenheit und des denkenden Verstandes, die kluge Männer schützt, steht ihr besonderer Liebling Odysseus unter ihrem Schutz.
Außerdem ist sie die Beschützerin des Herakles und des Theseus von Athen
Dem Erechtheus von Athen war sie die Ziehmutter. Den von Prometheus geformten Menschen gab sie das Leben, half Perseus von Makedonien beim enthaupten der Medusa, nach anderen vernichtete sie das Ungeheuer selbst und verwandelte Arachne in eine Spinne. Bellerophon lehrte sie die Bändigung und Zügelung des Pegasos.
Äther
Röm. Himmelsgott. Mit dem griechischen Aither gleichgesetzt.
Äthra
Römischer Name der Aithra der griechischen Mythologie.
Atlantis
In der griechischen Sage eine untergegangene Insel.
Atlas Bild
In der griech.-röm. Sage ein Riese und der Träger des Himmels.
Sohn des Iapetos und der Klymene, Gatte der Pleione, Vater der Pleiaden, der Hesperiden, der Hyaden und des Hyas und Vorfahre der Maja.
Er nahm an der Titanomachie auf Seiten der Titanen teil. Dafür wurde er von Zeus bestraft, indem ihm die Last des Himmelgewölbes aufgebürdete wurde.
Dargestellt und erwähnt wird Atlas besonders im Zusammenhang mit dem Hesperidenabenteuer des Herakles, und zwar tritt er entweder auf, wie er die für Herakles, der inzwischen die Himmelskugel auf die Schultern genommen hat, herbeigeholten Äpfel diesem darbietet, oder er erscheint alleine, die mit Sternenbildern verzierte Himmelskugel mit aller Anstrengung auf den Schultern emporhaltend.
Von Perseus wurde er in Stein verwandelt.
Ätolus
Röm. Name des Aitolos der griechischen Mythologie.
Atreus
In der griechischen Sage König von Argos. Enkel des Tantalos (1).
Atreus
In der griech.-röm. Sage König von Mykene.
Sohn des Pelops und der Hippodameia, Gatte der Aerope und der Pelopeia und Vater des Menelaos von Sparta, des Agamemnon von Mykene und des Pleisthenes.
Er ermordete auf Anreizung der Hippodameia mit seinem Bruder Thyestes seinen Halbbruder Chrysippos, flüchtete deshalb nach Mykene zu Eurystheus und erhielt, als dieser im Kampf gegen die Herakliden gefallen war, die Herrschaft über Mykene. Hier verführte Thyestes seines Bruders Gemahlin Aerope. Sie entwandte dem Atreus das Lamm mit dem Goldenen Vließ, an dessen Besitz der des Thrones geknüpft sein soll, und gab es dem Thyestes, der deshalb von Atreus vertrieben wurde. Um sich zu rächen, sandte nun Thyestes den Sohn des Atreus, Pleisthenes, welchen er bei sich erzogen hatte, ab, um Atreus zu töten; jedoch es trat der entgegengesetzte Fall ein, und Atreus tötete, ohne es zu wissen, seinen eigenen Sohn. Nach der gewöhnlichen Darstellung kehrte Thyestes bemütig und bittend zurück, Atreus aber, der sich versöhnt stellte, tötete die Söhne des Thyestes, setzte ihr Fleisch dem Vater als Speise vor und ließ während der Mahlzeit Köpfe und Arme der Getöteten hereinbringen. Wegen dieses Greuels kehrte dann nach einigen der Sonnengott seinen Lauf um. Als wegen des grausigen Mahles das Land des Atreus von Unfruchtbarkeit heimgesucht ward, und das Orakel dem Atreus befahl, seinen vertriebenen Bruder Thyestes zurückzurufen, machte er sich auf, den Thyestes zu suchen, und kam auf der Reise auch zum König Thesprotos, wo er Pelopeia, die Tochter des Thyestes, ohne ihre Herkunft zu wissen, heiratete. Aber diese war schon von ihrem eigenen Vater schwanger und gebar ihm den Aigisthos, der später den Atreus tötete, als dieser ihm befohlen hatte, seinen Vater Thyestes zu ermorden.
Atropos
In der griechischen Mythologie "die Unabwendbare", eine der drei Moiren.
Sie schneidet den Lebensfaden am Ende jedes Lebens durch.
Dargestellt wird sie meistens auf eine Sonnenuhr zeigend.
Atropos
In der römischen Mythologie eine der drei Parzen. Mit der griechischen Atropos gleichgestellt.
Auge
In der griechischen Sage "Glanz", Tochter des Aleos von Tegea, nach einigen Gattin des Teuthras von Mysien oder Gattin des Herakles oder nur Geliebte des Herakles und Mutter des Telephos.
Als ihr Vater erfuhr, das sie durch Herakles Mutter des Telephos wird, ward sie mit dem Kind dem Nauplios übergeben, der sie ins Meer werfen sollte. Nach der einen Darstellung wurde sie mit dem Kind in einem Kasten ins Meer ausgesetzt und trieb in diesem nach Mysien, wo sie der König Teuthras zur Gattin nahm. Nach anderen wurde ihr Kind auf dem Partheniongebirge ausgesetzt, wo eine Hündin es säugte und Hirten es auffanden und erzogen. Nach Hyginus kam Telephos, um seine Mutter aufzusuchen, nach Mysien, wo er den Teuthras von der Gefahr, sein Reich zu verlieren, befreite. Dafür versprach ihm Teuthras die Hand der Auge, die er als Pflegetochter angenommen hatte, und das Reich. Auge aber weigerte sich des Telephos Gattin zu werden und zückte im Brautgemach das Schwert gegen ihn; ein Drache schützte diesen, der nun seinerseits Auge mit dem Schwert bedrohte. In der Not rief Auge den Herakles, ihren Gatten, an, daraus erkannte Telephos die Mutter und stand von der Tat ab.
Augeas
= Augias
Augeias
In der griechischen Sage "der Strahlende". König von Elis und Argonaut.
Sohn des Helios und der Hyrmine und Vater des Phyleus.
Er war berühmt durch den Reichtum an Herden. Nach der Sage hatte sich deren Mist seit vielen Jahren aufgehäuft, und Herakles erhielt von Eurystheus als eine der von ihm zu leistenden Arbeiten den Auftrag, den Stall des Augeias in einem Tage zu reinigen. Herakles bedang sich dafür von Augeias den zehnten Teil der Rinder aus und vollbrachte die Arbeit, in dem er den Meinosbach oder den Peneus oder Alpheus durch den Stall leitete. Augeias verweigerte dem Herakles den Lohn, und deshalb überzog dieser ihn mit Krieg, der erst nach hartem Kampfe durch den Tod des Augeias beendigt wurde. Herakles setzte dessen Sohn Phyleus in die Herrschaft ein.
Augias
Römischer Name des Augeias der griechischen Mythologie.
Aurora
Römische Göttin der Morgenröte. Mit der griechischen Eos gleichgesetzt.
Auster
In der röm. Sage der Südwind.
Autolycus
Römischer Name des Autolykos der griechischen Mythologie.
Autolykos
In der griech.Sage der König der Räuber.
Sohn des Hermes und Vater der Antikleia.
Automedon
In der griech.-röm. Sage Held vor Troja auf griechischer Seite.
Sohn des Diores. Freund des Patroklos und Wagenlenker des Achilleus.
Autonoe
In der griechischen Sage Tochter des Kadmos von Theben und der Harmonia, Gattin des Aristaios und Mutter des Aktaion.
Autonoe
In der griechischen Mythologie 'die Vernunft und Inspiration Schenkende", eine Nereide.
Auxo
In der griechischen Sage die in Athen verehrte Hore des Wachstums und Reife befördenden Sommers.
Auxo
siehe Chariten
Aëdon
In der griechischen Sage Tochter des Pandareos, Gattin des Zethos und Mutter des Itys. Aus Neid auf die vielen blühenden Kinder der Niobe, wollte sie deren ältesten Sohn ermorden. Tötete aber aus Irrtum ihren eigenen Sohn. Auf ihr Bitten von Zeus in eine Nachtigall verwandelt, beklagt sie nun den Tod ihres Sohnes in ihrem Gesang. Nach späterer Sage ist sie Gattin des Polytechnos. Polytechnos und sie stellten ihre Liebe über die des Zeus und der Hera. Darüber erzürnt, erregte Hera unter ihnen einen Wettstreit, bei dem Polytechnos verlor. Die Schwestern Aëdon und Chelidonis verschworen sich, nach dem Polytechnos Chelidonis geschändet hatte zur Rache. Aëdon tötete Itys und setzte ihn Polytechnos als Speise vor. Als dieser die zu ihrem Vater geflüchteten Schwestern verfolgte, wurde er gefesselt und mit Honig bestrichen. Als Aëdon sich des von Fliegen geplagten Polytechnos erbarmte, wollte dieser sie töten. Da griff Zeus ein und verwandelte Aedon in eine Nachtigall, Chelidonis in eine Schwalbe, Pandareos in einen Seeadler und Polytechnos in einen Pelikan.

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