Griechische und Römische Götter und Sagengestalten, von Amalthea bis Amythaon


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Amalthea
= Amaltheia
Amaltheia
In der griechischen Sage die Ziege, die den Zeus aufzog. Mutter des Pan.
Sie säugte Zeus auf Kreta, als ihn seine Mutter Rhea aus Furcht vor Kronos dort verbarg. Sie ward dafür unter die Sterne versetzt.
Nach anderen hieß Amaltheia eine Nymphe, die mit der Milch einer Ziege den Zeus ernährte.
Besonders berühmt war das "Horn der Amaltheia". Man nannte so das eine Horn jener Ziege, das abbrach oder das von Zeus ihr abgebrochen und Amaltheia mit der Kraft geschenkt ward, alles zu gewähren, was sie sich wünschte. In einer anderen Sage ist das Horn der Amaltheia ein Stierhorn, das Herakles dem Acheloos abbrach. Das Horn ist sprichwörtlich geworden als Horn des Überflusses oder Füllhorn, "cornu copiae" bei den Römern, die dieses auch der als Göttin personifizierten Copia nach griech. Vorbild beilegten.
Amata
In der griechischen Sage Mutter der Lavinia.
Amazonen
In der griech.-röm. Sage "die Brustlosen", ein kriegerisches, männerfeindliches Frauenvolk. Dazu gehörten u.a. Hippolyte, Penthesileia, Aella, Melanippe, Prothoe, Alkippe und Hypsipyle.
Sie stammen von Ares ab.
Von Bellerophon besiegt.
Mit den Männern benachbarter Völkerschaften pflogen sie Gemeinschaft bloß der Fortpflanzung wegen. Diesen sandten sie auch die neugeborenen Knaben zu, wenn sie sie nicht töteten. Die Mädchen aber erzogen sie zum Kriege und brannten ihnen (nach späterer etymologisierender Sage) die rechte Brust aus, damit sie ihnen beim Spannen des Bogens nicht hinderlich sei.
Ihrem Wesen nach gehörten die Amazonen zu dem Kreise der großen Göttin Kleinasiens, welche die Griechen mit Artemis identifizierten. Die Amazonen wohnten nach der verbreiteten Auffassung an den Küsten des Schwarzen Meeres, am Fluss Thermodon. Von hier aus sollen sie ganz Asien mit Krieg überzogen und viele Städte erbaut haben. Schon Homer weiß von Kämpfen des Bellerophon und der Phrygier gegen die Amazonen. Ihrer Königin Hippolyte, nach anderen Antiope, ward von Herakles das Wehrgehänge, das sie von Ares erhalten hatte, abgenommen. Auf diesem oder einem eigenen Zuge gewann Theseus die Hippolyte, infolgedessen die Amazonen einen Einfall in Attika machten. Auch zogen sie unter ihrer Königin Penthesileia gegen die Griechen dem Priamos zu Hilfe. Selbst zur Zeit Alexanders d. Großen treten sie noch in Sagen auf; ihre Königin Thalestris soll den Alexander besucht haben und durch ihn Mutter geworden sein.
Als die Griechen die Südküste des Schwarzen Meeres näher kennen lernten und dort keine Amazonen fanden, verlegte man sie in das Land nördlich vom Schwarzen Meer.
Ambrosia
In der griechischen Sage die Götterspeise, die die Götter unsterblich macht. Vielfach wird ihr außerordentlicher Wohlgeruch und Wohlgeschmack (Süßigkeit) hervorgehoben.
Ferner kommt Ambrosia bei Homer noch in der Bedeutung Salbe und Reinigungsmittel (Seife), als Heilmittel bei Verwundungen und als Antiseptikum bei Einbalsamierungen vor.
Neben der homerischen Auffassung bestand eine andere, nach der Ambrosia der berauschende Göttertrank und der Nektar die Götterspeise war. Diese eigentümliche Vieldeutigkeit der Ausdrücke Ambrosia und Nektar erklärt sich höchst wahrscheinlich aus der mannigfaltigen Verwendung des Honigs, der dieselben Funktionen hat wie Ambrosia und Nektar, d.h. bald als Speise, bald verdünnt als berauschender Trank (Met) genossen und vielfach als Salbe, Seife, Heil- und Einbalsamierungsmittel usw. benutzt wurde. Vom Honig glaubte man ferner, dass er als sog. Honigtau vom Himmel falle, also an sich schon eine Himmelsspeise sei.
Ambrosia
In der griechischen Sage eine Mainade.
Sie umschlang, in einen Weinstock verwandelt, unlösbar den Lykurgos.
Amisodaros
In der griechischen Sage König von Lykien.
Zog Chimaira groß.
Amor
Röm. Liebesgott. Mit dem griechischen Eros gleichgestellt.
Amoretten
Röm. Liebesgötter.
Amphianax
= Iobates
Amphiaraos
In der griechischen Sage ein berühmter Seher, Argonaut und einer der Sieben gegen Theben.
Sohn des Oikles und der Hypermnestra, Gatte der Eriphyle und Vater des Alkmaion und des Amphilochos.
Seine Hauptrolle spielte Amphiaraos im Zug der sieben Helden gegen Theben. Er wußte voraus, dass außer Adrastos alle Teilnehmer umkommen würden, deshalb weigerte er sich anfangs mitzuziehen. Endlich aber von seiner bestochenen Gattin Eriphyle dazu bestimmt oder, wie andere erzählen, nachdem sein Versteck von dieser verraten war, schloß er sich dem Zuge an. Nach der Niederlage des Heeres wurde Amphiaraos, den Periklymenos verfolgte, von der durch den Blitz des Zeus gespaltenen Erde samt Wagen und Wagenlenker verschlungen.
Er nahm auch an der Jagd auf den kalydonischen Eber teil und vertrieb, lange vor dem Zug der Sieben gegen Theben, Adrastos aus Argos. Später versöhnten sie sich wieder und Adrastos gab darauf Amphiaraos seine Schwester Eriphyle zur Gattin.
Amphiaraus
Römischer Name des Amphiaraos der griechischen Mythologie.
Amphidamas
In der griech.-röm. Sage ein Argonaut.
Sohn des Busiris von Ägypten und Vater des Kleitonymos.
Amphiktyon
In der griechischen Sage ein Athener.
Sohn des Deukalion und der Pyrrha.
Er vertrieb seinen Schwiegervater Kranaos, wurde dann aber von Erichthonios gestürzt.
Amphilochos
In der griechischen Sage ein Seher, Epigone und Held vor Troja.
Sohn des Amphiaraos und der Eriphyle.
Einigen Sagen nach half er seinem Bruder Alkmaion beim Muttermord.
Von Troja zurückgekehrt gründete er Argos Amphilochikon am Ambracischen Meerbusen, nach anderen Erzählungen ließ er sich mit Mopsos, der gleich ihm mit Seherkraft begabt war, in Cilicien nieder, wo er Mallos an der Mündung des Flusses Pyramos gründete. Amphilochos ging von da nach Argos, kehrte dann aber nach Cilicien zurück. Da Mopsos ihm die Teilnahme an der Herrschaft verweigerte, kam es zum Kampf, in dem beide fielen.
Amphilochus
Römischer Name des Amphilochos der griechischen Mythologie.
Amphion
In der griech.-röm. Sage Gründer und König von Theben und Meister des Gesangs.
Sohn des Zeus und der Antiope, Zwillingsbruder des Zethos, Gatte der Niobe und Vater des Ismenos, des Sipylos, des Tantalos (2), des Phädimos, des Alphenor, des Damasichthon, des Ilioneus und von sieben Töchtern.
Die Zwillinge wurden von der Mutter ausgesetzt und von Hirten erzogen, rächten aber Antiope, als sie erfuhren, dass diese ihre Mutter sei, an deren Peinigerin Dirke. Die Zwillinge umgaben Theben mit einer Mauer, zu der sich die Steine, von Amphions Gespiel auf der Leier, die er einst von den Musen erhalten hatte, angelockt, von selbst verbanden.
Aus Betrübnis über den Verlust seiner Kinder erstach Amphion sich selbst oder wurde, weil er den Tempel des Apollon stürmen wollte, von diesem und der Artemis getötet.
Amphios
In der griechischen Sage Held vor Troja auf trojanischer Seite.
Amphithea
In der griechischen Sage Gattin des Adrastos von Argos.
Amphitrite
Griech.-röm. Meeresgöttin, eine Nereide.
Tochter des Nereus und der Doris, Gattin des Poseidon und Mutter des Triton und der Rhodos.
Als Poseidon sie zur Gemahlin begehrte, entfloh sie zum Atlas, wo ein vom Poseidon ausgeschickter Delphin sie auffand und ihm zuführte. Als Göttin und Königin des Meeres ward sie öfter neben ihrem Gemahl auf einem Wagen, von Seepferden oder Tritonen gezogen, oder auch auf einem Triton sitzend abgebildet.
Amphitruo
Römischer Name des Amphitryon der griechischen Mythologie.
Amphitryo
= Amphitruo
Amphitryon
In der griechischen Sage König von Tirynth.
Sohn des Alkaios von Tirynth und der Astydameia, erster Gatte der Alkmene und Vater des Iphikles.
Sein Onkel Elektryon, König von Mykene, dessen Söhne im Kampf gegen die Teleboer gefallen waren, übergab ihm und seine Tochter Alkmene zur Gattin. Amphitryon erschlug aber im Zorn oder unvorsätzlicherweise den Elektryon, und nun vertrieb ihn Sthenelos, ein anderer Oheim, mit Alkmene aus Argolis. Er floh nach Theben zu Kreon und besiegte den König der Teleboer, Pterelaos, dem seine Tochter Komaitho aus Liebe zu Amphitryon im Schlafe das goldene Haar, das seine Unsterblichkeit bedingte, abgeschnitten hatte. Amphitryon tötete aber die treulose Komaitho und schenkte das eroberte Land dem Kephalos, der an dem Zug teilgenommen hatte. Während Amphitryons Abwesenheit von Theben zeugte Zeus mit Alkmene den Herakles, Amphitryon selbst nach seiner Rückkehr den Iphikles. Alkmene oder ihr Vater hatte dem Amphitryon nämlich das Gelübbe abgenommen, ihr nicht zu nahen, bis er ihre Brüder gerächt habe, oder Alkmene hatte überhaupt die Vermählung mit ihr als Preis ausgesetzt für die Rächung ihrer Brüder.
Amphitryon fiel in einer Schlacht gegen die Minyer, die er mit Herakles bekriegte, und ward in Theben begraben.
Amphoteros
In der griechischen Sage Sohn des Alkmaion und der Kallirrhoe.
Amphoterus
Römischer Name des Amphoteros der griechischen Mythologie.
Amulius
In der röm. Sage Sohn des Prokas von Albalonga.
Er beraubte seinen Bruder Numitor des Thrones und wurde daraufhin König von Albalonga.
Amyklas
In der griechischen Sage König von Sparta.
Vater des Hyakinthos und der Daphne.
Amykos
In der griechischen Sage wilder König der Bebryken. Mist sich mit allen Fremden im Faustkampf.
Amykus
Römischer Name des Amykos der griechischen Mythologie.
Amythaon
In der griechischen Sage Vater des Melampus.

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