Germanische und deutsche Götter und Helden, von Siegfried bis Siegstab


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Siegfried Bild
In der deutschen Heldensage (Nibelungensage) König von Niederland vom Geschlecht der Wölsunge. Er ist Held, Drachentöter und Besitzer des Nibelungenhorts.
Sohn des Siegmund und der Sieglinde, Gatte der Kriehmhild und Vater des Gunther zu Worms.
Siegfried war ein herrlicher, stolzer Knabe mit sonnenhaft leuchtenden blauen Augen, prächtig schimmernden Goldhaar und unglaublicher Kraft.
Als Jüngling zog er in die weite Welt hinaus und wurde Lehrbursche bei dem boshaften Zwergenschmied Mimer. Dieser schickte ihn nach einiger Zeit zum Drachenpfuhl unter dem Vorwand, er solle vom Köhler Kohlen holen. Siegfried tötete alle Drachen im Drachenpfuhl, verbrannte sie und badete in dem Sud, wodurch er unverwundbar wurde, bis auf eine Stelle zischen den Schulterblättern, auf der ein Lindenblatt klebte. Nach dieser Tat sehnte er sich nach mehr Heldentaten und wanderte zur Gnitaheide, um auch Fafnir zu töten. Während des Kampfes kamen Nibelung und Schilbung aus den Tiefen des Zwegenreiches, um verwundert dem mutigen Siegfried zuzusehen. Siegfried besiegte den Drachen. Die beiden zerstrittenen Zwergenkönige baten daraufhin Siegfried den Nibelungenhort, ihr Eigentum, den Fafnir behütet hatte, unter sie zu teilen; Siegfried sollte als Lohn dafür Balmung, das beste der Schwerter auf weitem Erdenrund, bekommen. Aber Nibelung und Schilbung waren mit Siegfrieds Aufteilung nicht einverstanden und erhoben die Waffen zum Kampf gegen ihn. Der empörte Held tötete mit Balmung die beiden Zwergenkönige und ihr Heer; schon glaubte er, der Kampf sei zu Ende, da erhielt er von einem unsichtbaren Gegner Hieb auf Hieb. Es war der Zwerg Alberich, der ihn, dank der Tarnkappe unsichtbar, zusetzte. Auch ihn besiegte Siegfried, ließ ihn aber am Leben und setzte ihn als Stadthalter zum verwalten des Nibelungenhortes ein. Siegfried wurde somit zum Herrscher über das Nibelungenreich. Schon bald zog es Siegfried wieder hinaus in die weite Welt; nur Andwaranaut, einen Ring aus dem Nibelungenschatz, nahm er mit. Die Wahrnung Alberichs, auf dem Ring liege der Fluch, dass jeder, der ihn besitzt ins Verderben gestürzt werde, ignorierte er.
Schon bald hörte er von der schönen Walküre Brünhild, die auf Isenland im ewigen Schlaf, umgeben von einer hohen Flammenwand, ruhe. Er rettet sie aus der Waberlohe, weckt sie, schenkt ihr zum Abschied den Ring Andwaranaut und brachte dadurch auch sie in die Gewalt der Nachtdämonen; sie ward des Burgunderkönigs Gunther Weib. Siegfried selbst nahm ein anderes Weib, Kriemhild, die Schwester der Gunther.
Eines Tages rühmte Brünhild sich des tapferen und würdigen Gemahls, dem Siegfried habe weichen müssen. Da enthülte ihr Kriemhild gereizt den Betrug: der Ring, den sie am Finger trage, sei aus dem Nibelungenhort; der sie gewonnen, sei Siegfried, nicht Gunther. Brünhild, die sich nun erinnerte, dass sie an dem siegenden Freier die leuchtenden Wölsungenaugen erkannt habe, lässt Siegfried durch Hagen bei einer Jagd hinterhältig ermorden und tötet sich selbst.
Der Schatz aber fällt, nachdem alle, die an ihm teil hatten, vernichtet sind, an seine ursprünglichen Herren zurück, die ihn im Rhein versenken.
Siegfried ist die dt. Form des Sigurd.
Siegfried
In der nordischen Sage König von Morland.
Sieglinde
In der deutschen Heldensage (Nibelungensage) Gattin des Siegmund und Mutter des Siegfried.
Siegmund
In der deutschen Heldensage (Nibelungensage) König zu Xanten aus dem Geschlecht der Wölsunge.
Gatte der Sieglinde und Vater des Siegfried.
In der Thidrekssaga ist sein Name Sigmund.
Siegstab
In der nordischen Sage ein tapferer Recke.

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