Sagengestalten aus deutschsprachigen Regionen, von Salge bis Wütendes Heer


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S

Salge
In der österreich. (Tirol) Sage eine Wildfrau.
Salige
= Salge
Samiel
In der dt. Sage das Oberhaupt der Teufel.
Schimmelreiter
= Knecht Ruprecht (in Pommern)
Schimmelreiter
In der dt. Sage ein Reiter ohne Kopf auf einem Schimmel, gefolgt von einer Meute von Hunden, ebenfalls ohne Kopf.
Schlangenkönigin
In der Dt. (Berliner) Sage eine Prinzessin, die von bösen Geistern in eine schwarze Schlange verwandelt worden ist.
Schlaraffenland
Im deutschen Märchen das glückselige Land, wo Milch und Honig fließt, wo die gebratenen Tauben dem Schläfer in den Mund fliegen und die Bratwürste an den Zäunen wachsen, wo Faulheit die höchste Tugend ist und Fleiß das schlimmste Laster.
Schmuck
In der österreich. (Tiroler) Sage ein Berggeist.
Schwarze Brüder
In der Dt. (Berliner) Sage vier Brüder, die eine außergewöhnliche Bruderliebe verband.
Schwarzer Vogel
In der Dt. (Berliner) Sage ein Geistervogel.
Seejungfer
In der dt. Sage ein Fischweib.
Selige Fräulein
In den Alpensagen Lichtelfen, die sich in leuchtender Schöne vor den Felshölen zeigen, ihre hellen Lieder weit über das Gebirge singen und Hirten und Herden schützen.
Spreijnik
In der Lausitzer Sage ein guter, freundlicher Riese.
St. Nikolaus
= Knecht Ruprecht

 

T

Tetzel
In der dt. (Berliner) Sage ein berühmt-berüchtigter Dominikanermönch.

 

W

Waldschrat
Waldgeist, im Wald hausender Kobold, Riese, auch gutmütiger Baum, der sich, wenn auch nur sehr langsam, bewegen kann und meist als Wache von Pässen und Wegen agiert.
Watzmann
In der Alpensage ein grausamer König, der in einen Berg verwandelt wurde.
Weiße Frau
In der dt. Sage ein Gespenst, das in mehreren Schlössern deutscher Fürsten und Herren, zu Neuhaus in Böhmen, in Berlin, Ansbach, Bayreuth, Cleve, Darmstadt, Altenburg usw. erscheinen soll, wenn wichtige Begebenheiten, namentlich aber Todesfälle von Familienmitgliedern, bevorstehen. Sie gilt als Ahnmutter des Geschlechts und zeigt sich stehts in schneeweißem Gewand.
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Wichtel
In der europ. Sagenwelt Naturgeister in Bergwerken.
Wichtelmännchen
= Alraun
Wilde Fräulein
= Selige Fräulein
Wilde Jagd Bild
In der dt. Sage ein angeblich nächtliches Tosen in der Luft, das einem mit Jagdrufen und Hundegebell über Wälder, Felder und Ortschaften dahinbrausenden Geisterheer zugeschrieben wird.
Die Grundzüge dieser dämonischen Erscheinung decken sich mit dem Wesen und den Erscheinungen des altgerman. Sturmgottes Odin. Wie Odin zu Ross gedacht wurde und bekleidet mit einem breiten Hut und einem dunklen Mantel, so erscheint auch der Wilde Jäger in Hut und Mantel zu Pferd, am Kreuzweg stürzend und jenseits sich wieder aufraffend, begleitet von Geistern Verstorbener, die oft ohne Kopf oder in grauser Verstümmelung einherziehen. Gewöhnlich bringt er dem begegnenden Wanderer Schaden oder Verderben; nur wer in der Mitte der Landstraße verharrt, oder ausweichend auf ein Saatfeld tritt, oder sich schweigend zu Boden wirft, entgeht der Gefahr. Besonders feindselig erweist der Wilde Jäger sich auch gegen die in Wäldern wohnenden Busch- oder Moosweibchen, die er jagd und, wenn er sie erreicht, grausam zerreißt. Das Jagen nach solchen ist noch erhalten in unserer Windsbraut.
Das erscheinen des Wilden Jägers ist zwar nicht an eine bestimmte Zeit geknüpft, doch zeigt er sich am häufigsten in den Zwölften.
Neben einer männlichen erscheint auch eine weibliche Gestalt als Führer des Wütenden Heeres. Diese Auffassung zeigte sich besonders in der thüring. und mansfeldischen Sage. Hier fuhr das Wütende Heer, auch die ungetauft verstorbenen Kinder in sich begreifend, im Geleit der Frau Holle alljährlich am Fastnachtsdonnerstag vorüber. Vor dem Geisterhaufen aber zog ein alter Mann einher mit weißem Stab, der getreue Eckart, der die Leute aus dem Weg weichen ließ, damit sie nicht Schaden nähmen.
Willhelm Tell
In der schweizer. Sage ein Held.
Er war der Überlieferung nach ein als Armbrustschütze und kühner Schiffer weit berühmter Landmann aus Bürglen (Uri), der von dem Vogt Geßler gefangen gesetzt wurde, weil er dem Hute, den dieser zu Altdorf als Zeichen der österr. Herrschaft aufgepflanzt hatte, die anbefohlene Reverenz nicht bewies. Um das verwirkte Leben zu lösen, sollte er vom Haupt seines eigenen Sohnes einen Apfel schießen. Tell wagte den Schuß und traf glücklich; aber weil er einen zweiten Pfeil aus dem Köcher genommen hatte, um damit, im Fall er sein Kind getroffen hätte, den Vogt zu töten, sollte er auf dessen Befehl in die Burg Küßnacht übergeführt werden. Auf der Fahrt über den Vierwaldstätter See gelang es ihm jedoch während eines Sturmes, sich am Axenberg (Tellsplatte) durch einen kühnen Sprung ans Land zu retten, worauf er sich auf Schleichwegen nach Küßnacht begab und dort durch einen Pfeilschuß aus einem Hinterhalt in der Hohlen Gasse den heimkehrenden Landvogt tötete und dadurch der Befreiung der Waldstätte den Weg bahnte.
Wode
= Knecht Ruprecht (mecklenburg.)
Wode
In der Berliner Sage ein wilder Jäger, der in rauhen Nächten zur Weihnachtszeit in den Müggelbergen sein Unwesen trieb.
Wurzelmännchen
= Alraun
Wütendes Heer
= Wilde Jagd

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