Sagengestalten aus deutschsprachigen Regionen, von Allerhühnchen bis Druden


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A

Allerhühnchen
In der dt. (Berliner) Sage eine kleine Bernsteinpuppe mit Menschenkopf und Fischschwanz.
Alraun
Im dt. Volksglauben aus fleischigem Wurzelstock geschnitzte Amulette von menschlicher (meist männlicher) Gestalt.
Diese wurden als Hausgötter betrachtet,
an geheimen Orten in Kästchen gehütet, sorglich gepflegt, z.B. prächtig gekleidet und Sonnabends in Wasser oder Wein gebadet, auch wohl bei Mahlzeiten beteiligt, und sollten dem verschwiegenen Besitzer Reichtum (darum auch "Geld"- oder "Heckmändl"), Gesundheit und andere irdische Güter, Glück bei Prozessen, Fruchtbarkeit der Frauen, Beförderung der Geburten bringen, leisteten auch Orakeldienste. Den meisten Wert hatten die unter dem Galgen gefundenen, angeblich entstanden aus dem Samen eines gehängten Diebes, der noch reiner Junggeselle ist.
Alraunmännchen
= Alraun
Alruneken
= Alraun
Alräunchen
= Alraun

 

B

Bartel
= Knecht Ruprecht (süddeut.)
Bedeus
In der sächs. Sage der Ewige Jude.
Bergmönch
In der dt. (Harz) Sage der Geist eines verstorbenen Bergmeisters, der den Bergbau beaufsichtigt.
Berserker
In der altnordischen Mythologie "Bärenhäuter", eine Gestalt, die im Seelenglauben wurzelt. Man meinte, einige Menschen besäßen die Eigenschaft, ihre Seelen vom Körper trennen und als Bär umherwandeln zu können. Als solche besaßen sie mehr Kraft als andere.
Später übertrug man den Namen Berserker auf Menschen mit außergewöhnlicher Kraft; ihre tobende Kampfesweise heißt Berserkerwut.
Berserkr
= Berserker
Bodo Bild
In der böhmischen Sage ein König, der die Königstochter Brunhilde verfolgte. In ihrer Todesangst wagte die Prinzessin den tollkühnen Sprung vom Hexentanzplatz (Harz) über die Felsenschlucht des Bodetals. Der Huf ihres Rosses hinterließ einen tiefen Abdruck beim Aufprall auf das gegenüberliegende Felsplateau, das seitdem Rosstrappe genannt wird. Bodos Pferd versagte und stürzte mit dem Reiter in den Fluss.

 

D

Druden
Im altdt. Volksglauben weibliche Nachtgeister, die die Schlafenden ängstigten, Kinder und Haustiere schädigten und allerlei bösen Zauber trieben, gegen den der Drudenfuß oder auch der Drudenstein, auch ein Hufeisen, ein Besen vor oder das Kreuzzeichen über der Tür als Schutzmittel diente.
In einzelnen Gegenden erscheint die Drude als ein guter, schöner, elbischer Geist, der zum Gefolge der Göttin Hulda (Perchta) gehört. Der Glaube an sie haftet in Bayern, Tirol und Österreich am festesten.

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